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A-Manager der DWS erklärt Banken-Übergewicht im aktuellen Zinsumfeld

A-Manager der DWS erklärt Banken-Übergewicht im aktuellen Zinsumfeld

Im globalen Aktienfonds DWS Global Value LD des bei Citywire mit einem A-Rating ausgezeichneten Fondsmanagers Marcus Poppe, umfasst der Finanzsektor aktuell 33,4% und ist entsprechend mit etwa 3,3 Prozentpunkten im Vergleich zur Benchmark übergewichtet.

„Vor allem der Finanz- und Energiesektor erscheint uns aktuell unter Berücksichtigung des Preis-Buch-Verhältnisses attraktiv“, so Poppe im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Aus Sicht des Fondsmanagers erscheinen Banken aufgrund ihrer hohen Sensitivität für die wirtschaftliche Entwicklung attraktiv. So sei eine Reduktion der Gewichtung des Bankensektors im rund €805 Millionen großen Fonds, erst denkbar, wenn die Gewinnerwartungen zu hoch seien - was derzeit aber nicht der Fall sei.

So profitieren etwa nordamerikanische Banken überproportional von niedrigeren Steuersätzen und einer stärkeren Konjunktur in den USA. „Zudem sind Banken derzeit nicht teuer bewertet und weisen gute Bilanzen auf - im aktuellen Zinsumfeld, beziehungsweise bei einer steigenden Zinskurve, werden Banken ihre Zinsmargen ausweiten können - aufgrund dieser Erwartung zur Zinsentwicklung haben sich Banken jüngst positiv entwickelt.“ Banken haben im Fonds eine Gewichtung von 20% und sind somit zwei Prozentpunkte übergewichtet.

Technologie-Sektor ebenfalls interessant für Value

Seit Poppes Zuständigkeit für den DWS Global Value vor ungefähr zwei Jahren habe er mit seinem Team den Fonds zyklischer positioniert. „Entsprechend sind auch Finanztitel, Industrietitel und Informationstechnologie-Titel übergewichtet“, erklärt Poppe. Der Energie-Sektor umfasst 9,4% und ist damit im Vergleich zur Benchmark mit 0,4 Prozentpunkten leicht untergewichtet.

„Auch wenn der Technologie-Sektor klassisch kein Value-Sektor ist, gibt es hier strukturell große Treiber, die den Sektor interessant machen“, betont Poppe. Vor allem innerhalb der zyklischen Halbleiter-Branche finden sich aktuell niedrige Bewertungen. „Sollten sich die Ängste vieler Marktteilnehmer vor einer Abschwächung im Investitionszyklus als unnötig erweisen, bietet dieser Bereich noch hohes Kurspotential“, so Poppe weiter.

Poppe ist der Ansicht, dass die jüngste Marktkorrektur fundamentale Investoren nicht nervös machen sollte. „Ein Unternehmen, das bei einer höheren Bewertung überzeugt hat, ist durch die Korrektur erst recht attraktiver geworden ist.“

Doch aufgrund des niedrigen Wirtschaftswachstums seien die vergangenen Jahre seit der Weltwirtschaftskrise insgesamt schwierig für globale Value-Investoren gewesen. „Value-Aktien haben sich im aktuellen Jahr etwa 1% schlechter als der breite Markt entwickelt. Im Jahr 2017 waren es sogar  fast 5%.“

Der DWS Global Value erreichte über die vergangenen zehn Jahre, bis Ende Januar 2018, eine Performance von 103,2% und belegt entsprechend im Citywire-Sektor Aktien - Global den 85. von 397 Rängen.

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