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Anleihe-Experten diskutieren eine mögliche Zinserhöhung der Fed

Nach der Zinserhöhung im März hat die US-Notenbank Fed den Leitzins im Mai nicht weiter verändert. Es wird erwartet, dass sich die USA weiter von der Nullzinspolitik der EU entfernen.

Schritt für Schritt

Nach seiner Nominierung durch US-Präsident Donald Trump ist Jerome Powell (im Bild) seit dem 5. Februar 2018 Präsident der US-Notenbank. Regelmäßige Sitzungen sind bei der Fed üblich, um den geldpolitischen Kurs abzustimmen. Hierbei wird immer an den US-Kongress berichtet, welche Pläne es für die Zinspolitik gibt. Eingreifen darf der Kongress allerdings hierbei nicht, wohl aber die Geschäftstätigkeiten einschränken. Bei der letzten Sitzung Anfang Mai beließ die Fed den Leitzins bei einer Spanne von 1,5 bis 1,75%. Der Beschluss war damals einstimmig.

Citywire Deutschland hat Fondsmanager und Experten über die möglichen Auswirkungen einer erneuten Leitzinserhöhung im Vorfeld der kommenden Fed-Sitzung am 12. Juni hinsichtlich ihrer Portfolios und für den Anleihemarkt im Ganzen gefragt.

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Schritt für Schritt

Nach seiner Nominierung durch US-Präsident Donald Trump ist Jerome Powell (im Bild) seit dem 5. Februar 2018 Präsident der US-Notenbank. Regelmäßige Sitzungen sind bei der Fed üblich, um den geldpolitischen Kurs abzustimmen. Hierbei wird immer an den US-Kongress berichtet, welche Pläne es für die Zinspolitik gibt. Eingreifen darf der Kongress allerdings hierbei nicht, wohl aber die Geschäftstätigkeiten einschränken. Bei der letzten Sitzung Anfang Mai beließ die Fed den Leitzins bei einer Spanne von 1,5 bis 1,75%. Der Beschluss war damals einstimmig.

Citywire Deutschland hat Fondsmanager und Experten über die möglichen Auswirkungen einer erneuten Leitzinserhöhung im Vorfeld der kommenden Fed-Sitzung am 12. Juni hinsichtlich ihrer Portfolios und für den Anleihemarkt im Ganzen gefragt.

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Maya Bhandari - Multi-Asset-Portfoliomanagerin bei Columbia Threadneedle Investments

Klassische Staatsanleihen unter Druck

„Seit etwa 18 Monaten sind wir sehr vorsichtig, was lange Durationen angeht. Denn wir denken, dass die Laufzeitprämien steigen müssten. Darüber hinaus erwarten wir, dass besonders klassische Staatsanleihen unter Druck geraten werden, wenn die Geldpolitik weltweit wieder straffer wird. Denn die Bewertungen klassischer Staatsanleihen sind ziemlich ausgereizt. Daher schätzen wir die Aussichten für diese Papiere negativ ein, und im Threadneedle (Lux) Global Multi-Asset Income Fund halten wir keine entsprechenden Positionen.

Die Aussichten für Unternehmensanleihen schätzen wir neutral ein. Vor allem in Europa finden wir in diesem Segment nach wie vor Anlagechancen. Da der Kreditzyklus sich dem Ende zuneigt, bevorzugen wir jedoch auch hier kurze Durationen. Insgesamt liegt der Anleiheanteil im Threadneedle (Lux) Global Multi-Asset Income Fund am untersten Ende der möglichen Bandbreite. Wir gehen nicht davon aus, dass sich das im Zuge der anstehenden Fed-Sitzung oder aus irgendeinem anderen Grund in nächster Zeit ändern wird.“

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Mark Dowding -  Co-Head of Developed Markets und Senior Portfoliomanager bei BlueBay

Aufwärtsdruck auf die Renditen?

„Wir erwarten, dass die Verbraucherpreisindexdaten im Vorfeld der Sitzung möglicherweise zu einem Aufwärtsdruck auf die Renditen der Staatsanleihen beitragen werden. Der interessanteste Aspekt des FOMC-Treffens wird jedoch sein, ob dessen Leitlinien für 2018/19 im Lichte der jüngsten Wirtschafts- und Inflationsdaten strikter werden. Vor diesem Hintergrund bevorzugen wir derzeit eine kurze Duration in den USA und befürchten, dass Unsicherheiten in den Schwellenländern in die Industrieländer schwappen könnten, deswegen suchen wir weiterhin nach Möglichkeiten auf der Short-Seite.

US-Aktien haben dank der erneuten Stärke der Technologiewerte zuletzt zugelegt, und es ist bemerkenswert, dass der Atlanta Fed Nowcast des aktuellen Quartals-BIP bei 4,6% liegt, was den positiven Verlauf der US-Wirtschaftsdaten im zweiten Quartal unterstreicht.“

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Franck Dixmier - Global Head of Fixed Income bei AllianzGI

Gute Gründe für eine Zinserhöhung

„Angesichts einer klaren Ankündigung ihrer Absicht, die Fed Funds Rate um 25 Basispunkte auf 1,75% bis 2,00% anzuheben, sind von der anstehenden Fed-Sitzung kaum Überraschungen zu erwarten.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten haben einen Aufwärtstrend bei der US-Inflation bestätigt. Die Teuerungsrate dürfte über der 2-Prozent-Marke verharren, welche von der Notenbank als mit Preisstabilität kompatibel angesehen wird. Gleichwohl dürfte dies die Finanzmärkte nicht beunruhigen, hat die Fed doch in ihrer Forward Guidance nach der letzten Sitzung betont, dass sie die 2-Prozent-Marke nicht als Obergrenze, sondern als Ankerpunkt interpretiert.

Nach einer Teuerungsrate von 1,6% gegenüber dem Vorjahr im April dürfte die Kerninflationsrate (PCE Index) schnell 2% überschreiten und danach über dieser Rate verharren. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Wirtschaftsstärke – die Arbeitslosenrate liegt mit 3,8% auf einem 18-Jahrestief, wodurch der Aufwärtstrend bei den Löhnen anhält – hat die Fed hinreichend Gründe für eine weitere Normalisierung der Geldpolitik. Unlängst haben einige Finanzmarktakteure aufgrund weltpolitischer Spannungen (inklusive der Rückkehr politischer Risiken in Italien) ihre Erwartungen hinsichtlich des weiteren Zinskurses etwas nach unten revidiert.  Wir halten es jedoch für verfrüht und denken nicht, dass die Fed derartige Faktoren bereits jetzt bei ihrer Entscheidung berücksichtigen wird.

Nach dem für die Juni-Sitzung erwarteten Zinsschritt erwarten wir zwei weitere Zinserhöhungsschritte in diesem Jahr, also insgesamt vier Zinsmaßnahmen für 2018. Für 2019 rechnen wir mit zwei weiteren Leitzinsanhebungen.“

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Felix Herrmann - Kapitalmarktstratege bei BlackRock Deutschland

Kurzläufer: Puffer gegen steigende Zinsen und Inflation

„Eine abermalige Zinserhöhung seitens der US-Notenbank im Juni würde die Attraktivität der Rendite-Risiko-Profile kurzlaufender US-Staatsanleihen weiter steigern. Denn anders als Anleihen mit längerer Laufzeit können diese Titel genauso wie inflationsgebundene Wertpapiere als Puffer gegen steigende Zinsen und Inflation dienen.

Aus unserer Sicht ist im Zusammenhang steigender Zinsen am kurzen Ende US-Zinskurve ganz besonders bedeutsam, dass wir erstmals seit der Finanzkrise an den US-Märkten wieder einen positiven risikolosen Realzins beobachten können. Ein höherer risikoloser Zins reduziert aus Sicht vieler Anleger die Notwendigkeit, sich in riskantere Gefilde der Finanzmärkte wagen zu müssen. Angesichts der hohen Absicherungskosten für das Wechselkursrisiko bleiben diese höheren US-Renditen aus Sicht eines Anlegers, der in Euro rechnet, jedoch weitestgehend eine Illusion.“

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