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Boom dank Aufwertung? AAA-Star von Fiera Capital ist skeptisch gegenüber Argentinien

Boom dank Aufwertung? AAA-Star von Fiera Capital ist skeptisch gegenüber Argentinien

Trotz der anstehenden Aufwertung von Argentinien in den Schwellenländer-Index sind die EM-Experten von Fiera Capital verhalten gegenüber Investments in das südamerikanische Land und halten nur moderate Positionen in Argentinien.

Der MSCI stuft Argentinien nach zehn Jahren Abstinenz wieder ab Mitte 2019 als ein Schwellenland ein. Saudi-Arabien gehört dann ebenfalls zum Kreis der Schwellenländer mit einer starken Gewichtung von 2,6% im EM-Index.

„Wie bereits im letzten Jahr mit der Aufwertung von Pakistan in den EM-Status deutlich wurde, reicht das Upgrade nicht aus, um den Markt alleine zu stützen“, so Fondsmanager Dominic Bokor-Ingram von Fiera Capital, der aktuell mit einem Citywire-Rating von AAA ausgezeichnet ist, zum Ausblick für Argentinien.

Dort haben er und Co-Manager Stefan Böttcher, ebenfalls mit AAA-Rating, eine Allokation von 10% im Magna New Frontiers R EUR-Fonds. Im OAKS Emerging and Frontier Opportunities G EUR-Fonds ist die Gewichtung des Landes ebenfalls eher gering.

„Wir glauben, dass Argentinien den politischen Willen der Regierungspartei beibehält. Die jüngsten wirtschaftlichen Rückschläge haben die politische Macht der Amtsinhaber jedoch reduziert, was bereits Elemente der Reformen verlangsamt“, so Bokor-Ingram.

MSCI merkte bereits an, dass die Entscheidung immer noch rückgängig gemacht werden könnte, „wenn die argentinischen Behörden jegliche Marktzugangsbeschränkungen wie Kapital- oder Devisenkontrollen einführen würden.“ So wird das Upgrade erst im Juni 2019 vollzogen. Es beziehe sich zudem nur auf in Argentinien gehandelte American Depository Receipts (ADRs) und nicht auf lokale Aktien. 

„Die Entscheidung von MSCI ist angesichts der erhöhten Volatilität an den argentinischen Kapitalmärkten in den letzten Monaten faszinierend, da sich die politische Unsicherheit erhöht hat“, merkt Bokor-Ingram kritisch an.

Für Saudi-Arabien wäre die Aufwertung durchweg positiv zu werten, da saudische Unternehmen dadurch einen besseren Zugang zu Eigenkapitalfinanzierungen erhalten. Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg bleibe auch hier die strikte Einhaltung des laufenden Reformprozesses. Der Magna MENA R EUR Fonds der beiden Manager ist mit 60% in Saudi-Arabien investiert.

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