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Business Talk: Welche Qualitäten braucht ein Fondsmanager?

Erfahrung, Kompetenz oder Ausstrahlung: Fünf Finanzexperten verraten, auf welche Qualitäten sie bei Fondsmanagern achten, wenn sie entscheiden, wem sie das Geld ihrer Kunden anvertrauen.

Immer mehr Vermögensverwalter stützen sich heutzutage auf den ETF-Markt. Gründe dafür können Kostenersparnisse, die fehlende Outperformance der Fondsmanager oder auch die Benchmark-orientierte Strategie des aktiven Managers sein.

Trotz alledem sind wir bei Citywire der Meinung, dass aktive Fondsmanager einen Mehrwert liefern können. Wir wollen herausfinden, wie wichtig es für Sie ist, den Fondsmanager persönlich getroffen zu haben, bevor Sie in den Fonds investieren und dem Manager Ihr Vertrauen schenken. Wir wollen verstehen, welche Qualitäten ein Fondsmanager für Sie mitbringen muss, um ihn einem ETF vorzuziehen und auch welche Informationen bezüglich seines Investmentstils und seiner Strategie Sie brauchen, um ihm das Geld Ihrer Kunden anzuvertrauen.

Auf den nächsten Seiten finden Sie die Meinung und Vorgehensweise verschiedener Experten mit unterschiedlichem Hintergrund. Drei Vermögensverwalter, ein Privatbanker und ein Investmentchef einer Versicherung beschreiben ihre Herangehensweise und welche Informationen für sie ausschlaggebend sind. Gerne würden wir auch von Ihnen hören, worauf Sie Wert legen.

Oliver Howard, Senior Researcher

ohoward@citywire.de

@CW_OliverHoward
#CWbusinesstalk

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Immer mehr Vermögensverwalter stützen sich heutzutage auf den ETF-Markt. Gründe dafür können Kostenersparnisse, die fehlende Outperformance der Fondsmanager oder auch die Benchmark-orientierte Strategie des aktiven Managers sein.

Trotz alledem sind wir bei Citywire der Meinung, dass aktive Fondsmanager einen Mehrwert liefern können. Wir wollen herausfinden, wie wichtig es für Sie ist, den Fondsmanager persönlich getroffen zu haben, bevor Sie in den Fonds investieren und dem Manager Ihr Vertrauen schenken. Wir wollen verstehen, welche Qualitäten ein Fondsmanager für Sie mitbringen muss, um ihn einem ETF vorzuziehen und auch welche Informationen bezüglich seines Investmentstils und seiner Strategie Sie brauchen, um ihm das Geld Ihrer Kunden anzuvertrauen.

Auf den nächsten Seiten finden Sie die Meinung und Vorgehensweise verschiedener Experten mit unterschiedlichem Hintergrund. Drei Vermögensverwalter, ein Privatbanker und ein Investmentchef einer Versicherung beschreiben ihre Herangehensweise und welche Informationen für sie ausschlaggebend sind. Gerne würden wir auch von Ihnen hören, worauf Sie Wert legen.

Oliver Howard, Senior Researcher

ohoward@citywire.de

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Jörg Lange, Fonds Investberatung Petersen & Lange KG, Hannover

„Bei allen gesetzlich vorgeschriebenen wesentlichen Anlegerinformationen offener Investmentfonds findet sich auf der zweiten Seite unter den Angaben.

'Wertentwicklung in der Vergangenheit' der warnende Hinweis: 'Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine verlässliche Indikation für die zukünftige Entwicklung.'

Trotzdem orientieren sich Berater und Kunden weiterhin extrem an der Performance in der Vergangenheit.

Das wird durch die zunehmende Anwendung von Vergleichsprogrammen verstärkt. Für den kundigen Berater ist es zwar möglich, aus der historischen Wertentwicklung eines Fonds gewisse Schlüsse für die weitere Entwicklung zu ziehen. Da diese jedoch nicht vorhersehbar ist, sollten gerade bei aktiv gemanagten Fonds die Person und Fähigkeiten des Fondsmanagers sowie sein Investmentansatz entscheidend für einen künftigen Mehrwert sein. Je freier ein Fondsmanager agieren kann, umso wichtiger ist es, ihn persönlich kennenzulernen, um zu wissen, wie der oder die Fondsverantwortlichen ticken. Hierzu ist ein persönliches Treffen in kleinem Kreis unerlässlich. Ein Besuch des Vertriebs hilft hier überhaupt nicht. Ein Conference Call kann erste Eindrücke vermitteln und ist für den Austausch aktueller Einschätzungen hilfreich.

Wenn ein Gründer und Fondsmanager einer erfolgreichen Fondsgesellschaft im ersten Gespräch auffällig viele Fäkalausdrücke verwendet, und auch sonst den Anschein eines Minderwertigkeitskomplexes erweckt, ist das für mich ein recht einfaches K.o.-Kriterium.

Andererseits war ich mal mit einem erfolgreichen Deep-Value-Fondsmanager italienisch essen. Die auf dem Vorspeisenteller gereichten überaus schmackhaften Mohrrüben aß dieser aus Prinzip nicht, da sie für ihn nicht italienisch waren. Ein wunderbares Indiz für die von ihm gelebte Konsequenz und die somit auch zu erwartende konsequente Umsetzung seines Investmentansatzes.

Bei großen Fondsgesellschaften ist es grundsätzlich deutlich schwieriger einen Fondsmanager in kleiner Runde zu treffen. Kleinere inhabergeführte Häuser mit Überzeugungstätern bieten einen leichteren Zugang. Wenn Chemie und Überzeugungen übereinstimmen, sind Fondsmanager sehr gern auch zu einem intensiveren Austausch bereit.“

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Jens Latendorf, Nordias GmbH, Kiel

„Viele Fondsmanager haben erkannt, dass es nicht mehr genügt, 'aus dem Elfenbeinturm heraus' zu kommunizieren. Das ist sinnvoll und produktiv, für sie und die Vertriebe, ihre Partner. Diese stärkere Zugänglichkeit kommt beiden Seiten zu Gute. Die Mehrzahl der Manager ist heute bereit, in persönlichen Gesprächsrunden ihre Strategien und Philosophien darzustellen. Dies ist begrüßenswert, ermöglicht es doch uns Vermögensverwaltern oder managern viel individuellere Kontakte und Fragen als ein deutlich anonymerer Conference Call. Von den periodischen Publikationen kann ebenfalls keine detaillierte Information erwartet werden. Auch Besuche des Vertriebes erfolgen üblicherweise nicht durch Fondsmanager.

Es mag ein subjektiver Eindruck sein, aber meines Erachtens wertschätzen auch viele Kunden, dass ihre Berater einen individuelleren Kontakt zu den Fondsmanagern pflegen als deren Meinungen und Aktionen nur aus Infos der Fondsgesellschaften oder anderen Medien zu bekommen.

Kleine Gesprächsrunden mit aktuellen Infos und der Möglichkeit direkte Fragen hierzu zu stellen, bieten einen deutlichen Mehrwert. Hier bietet sich die Möglichkeit, ein konkretes Bild des Managers zu erhalten, und dieser zusätzliche Hintergrund erleichtert die Entscheidung, seinen Fonds in das jeweilige Anlageuniversum aufzunehmen.“

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Thomas Metzger, Bankhaus Bauer AG, Stuttgart

„Bei Bankhaus Bauer AG liegt die Kernkompetenz im Vermögensverwaltungsbereich für Privatkunden bei dem Thema Multi Asset, also auf der Verwaltung des Vermögens über mehrere Anlagekategorien wie beispielsweise Aktien oder Renten. Im institutionellen Bereich spezialisiert sich das Haus auf das Thema quantitative Absolute-Return-Lösungen.

Insbesondere in Vermögensverwaltungsmandaten privater Kunden spielen dabei Investments in Fonds eine wichtige Rolle. Neben quantitativen Analysen beziehungsweise einer auf Daten, wie historische Performance, Volatilität, sowie weiteren Risikokennzahlen beruhenden Vorauswahl sind bei der Beurteilung entsprechender Produkte auch Gespräche mit dem Fondsmanagement wichtig.

Wir versuchen uns dabei ein Bild der Person hinter den Zahlen zu machen. Wichtig ist für uns, dass sich der Fondsmanager mit seiner Anlagestrategie identifiziert und diese auch versucht weiterzuentwickeln.

Besonders interessant sind dabei Fragestellungen wie: Wieviel Erfahrung bringt der Manager mit? Wurde die Strategie von ihm selbst entwickelt? Inwiefern ist er frei in seinen Anlageentscheidungen? Wie erläutert er selbst die bisherige Wertentwicklung und passen die historischen Ergebnisse zu den formulierten Aussagen?“

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Martin Wanders & Max Zellhuber, DFP Deutsche Finanz Portfolioverwaltung GmbH

„Ob ein Treffen mit dem Manager eines Zielfonds einen Mehrwert bringt, hängt in erster Linie vom eigenen Investmentansatz ab. Fährt man wie wir bei einigen Mandaten einen quantitativen Ansatz, ist ein persönliches Treffen nicht nötig, da man sich ausschließlich auf die Generierung und Auswertung der Vergangenheitsdaten des Zielfonds ausrichtet.

Handelt es sich dagegen um einen konventionellen Investmentprozess (zum Beispiel Value- oder Growth-Ansatz), so ist ein persönliches Treffen durchaus sinnvoll, um – losgelöst von den üblichen Sales-Präsentationen – ein Gefühl für die Kompetenz und auch für die Handlungsoptionen des Fondsmanagers in speziellen Situationen zu erfahren. In beiden Szenarien essenziell ist aber die konsequente Umsetzung einer vermittelten Strategie beziehungsweise die rechtzeitige Kommunikation bei Veränderungen.“

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