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Claudia Calich erhöht Exposure zu lokalen Währungen auf neuen Höchststand

Claudia Calich erhöht Exposure zu lokalen Währungen auf neuen Höchststand

Nachdem die schlechten Nachrichten der US-Wahlen weitestgehend in den Märkten der Schwellenländer eingepreist waren, ist es laut Claudia Calich, Managerin des M&G Emerging Markets Bond-Fonds eine gute Wette, das lokale Währungs-Exposure zu erhöhen.

„Bereits seit Ende des vergangenen Jahres habe ich das Exposure gegenüber lokalen Währungen erhöht und aktuell ist die Position bei etwa 30%, der höchste Wert seit meiner Übernahme des Fonds“, erklärte Calich gegenüber Citywire Selector, der Schwesterseite von Citywire Deutschland.

Calich hat den etwa €455,6 Millionen großen Anleihefonds im Dezember 2013 von Mike Riddell übernommen. Er wechselte nach zwölf Jahren bei M&G zu Allianz GI. Zum damaligen Zeitpunkt lag die Position der inländischen Währungen bei rund 10% Fondsanteil. Diesen Wert hat sie über die vergangenen Jahre hinweg stetig erhöht.

„Nach der US-Wahl haben wir bereits schlechte Nachrichten eingepreist. Nicht nur für den mexikanischen Peso (2,3%) sondern auch für andere Schwellenländer“, betont Calich. Es habe eine große Rallye auf harte Währungsanleihen gegeben und die Spreads haben sich verringert – jeweils bei den Staatsanleihen als auch im Segment der Unternehmensanleihen. Somit gewinnen Bewertungen zunehmend an Bedeutung in lokalen Märkten, da sich die externen Schulden erholt haben.

Blick nach Ägypten

Positiv blickt Calich nach Ägypten: Das Land ist derzeit in den Top-10 der Länderpositionen (nur materielle Anleihen) des Fonds. Rund 2,9% des Fonds sind in Ägypten investiert, davon ein Anteil in Höhe von 1,1% in den Ägyptischen Pfund. Zusätzlich habe Calich jüngst ägyptische Anleihen zum Portfolio hinzugefügt.

„Ägypten hat es der eigenen Währung Ende des vergangenen Jahres endlich ermöglicht, vollständig abzuwerten, wodurch sich eine große Bewegung ergeben hat“, so Calich. Dies sei die übliche Entwicklung bei Währungen, die festgesteckt sind oder einen hohen Grad an Kapitalkontrolle haben. Wenn diese Währungen abwerten geschehe dies nicht in kleinen Schritten, sondern im 10 bis 30%-Bereich.

Auch wenn keine enorme nominale Aufwertung des Ägyptischen Pfunds entstehe, so sei die Zinslage dennoch ansprechend. „Die Zinsen liegen immer noch bei 18% vor Steuern, abhängig von der Art der Anleihen.“

Der M&G Emerging Markets Bond-Fonds erreicht über die vergangenen drei Jahre, bis zum 28. Februar 2017, eine Performance von 57,7% auf Euro-Basis. Damit erreicht er im Citywire-Sektor Anleihen Schwellenländer global harte Währung den dritten von 80 Rängen, und übertrifft den Sektor-Durchschnitt um 38,2 Prozentpunkte.

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