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Deutsche Oppenheim erklärt Allokation seiner Mischfonds

Deutsche Oppenheim erklärt Allokation seiner Mischfonds

Das Portfoliomanagement von Deutschen Oppenheim Family Office sieht nach der stabilisierenden politischen Entwicklung in Frankreich gute Chancen für eine Outperformance französischer Aktien in ihrem Flaggschiff-Fonds FOS Rendite und Nachhaltigkeit.

„Auf der Aktienseite haben wir wegen verschiedener politischer Ereignisse die Aktienquote von 27% am Jahresanfang über den Sommer auf aktuell 22,5% gesenkt. Wir planen diese gegen Jahresende wieder zu erhöhen“, so Stefan Rädler und Doris Märzluft, Direktoren Portfoliomanagement bei Deutsche Oppenheim, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

In Frankreich ist der Fonds, Stand Ende August 2017, mit 3,9% des Fondsvermögens investiert. Nur in Deutschland mit 6,3% ist das Aktienengagement stärker. Als Sektoren für zukünftige Investments favorisiert das Duo den Finanzbereich und Nichtbasiskonsumgüter. Auch die Elektrifizierung wäre für den nachhaltigen Fonds ebenfalls interessant.

Fokus auf Nachranganleihen 

„Auf der Anleiheseite haben wir mit leichten Schwankungen die Duration kürzer als der Markt gehalten. Aktuell liegen wir bei 2,6 Jahren, da die Risiken die Chancen überwiegen. Hier droht demnächst eine Modifikation beim Quantitative Easing der EZB“, so Rädler.

Chancen sehen die Portfoliomanager eher beim Subsegment Nachranganleihen von Finanzinstituten. Hier profitiere man von den Anforderungen an die Banken durch Basel III.

„Ende letzten Jahres hatten wir unsere Investments bei Nachranganleihen schon bei 20% und erhöhten diese im Laufe dieses Jahres auf 25% mit zusätzlicher Umschichtung von höheren in niedrigere Coupons“, erläutert Rädler. Das durchschnittliches Anleiherating blieb jedoch konstant bei A, auch wegen den Vorgaben des Hauptvertriebspartners Deutsche Bank.

Änderungen für Investmentsteuerreformgesetz

Die drei Fonds von Deutsche Oppenheim: FOS Rendite und Nachhaltigkeit, FOS Performance und Sicherheit sowie FOS Strategie-Fonds Nr. 1 haben gemeinsam derzeit ein Anlagevolumen von etwa €1,5 Milliarden.

Davon fallen auf den Nachhaltigkeitsfonds aktuell €895 Millionen, der in seiner konservativen Strategie eine Höchstaktienquote von 30% festschreibt und sich an der Anforderunen für Stiftungen orientiert. Eine Mindestaktienquote soll nicht festgeschrieben werden.

„Anders sieht es bei unserem FOS Strategie Fonds aus, der ein aggressiveres Produkt mit einer Aktienquote von 30% bis 60% in der Praxis ist“, so Stefan Freytag, Vorstandsmitglied bei Deutsche Oppenheim.

Interesse von Privatanlegern an Nachhaltigkeit und Rendite

Er sagt, dass das Volumen des FOS Rendite und Nachhaltigkeit, der 2009 aufgelegt wurde, mittlerweile nicht mehr hauptsächlich von Stiftungen ausgeht. „Aktuell sind etwa 60 bis 65% der Gelder von Privatpersonen investiert, die nach einem konservativen Mischfonds suchen als ersten Schritt der Geldanalage“, erklärt Freytag.

Der FOS Rendite und Nachhaltigkeit erzielte über die vergangenen drei Jahre bis Ende August 2017 eine Wertsteigerung von 10,6% auf Euro-Basis. Der Durchschnitt des Citywire-Sektors Mischfonds - Defensiv EUR liegt im selben Zeitraum bei 5,2%. Damit belegt der Fonds den 28. von 239 Plätzen des Sektors über den Zeitraum von drei Jahren.

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