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Deutsche Oppenheim sucht Portfoliomanager und Family Officer

Deutsche Oppenheim sucht Portfoliomanager und Family Officer

Laut Stefan Freytag, Vorstand von Deutsche Oppenheim, will das Multi-Family-Office auf der Seite des Family Office beziehungsweise in der klassischen Vermögensverwaltung wachsen. Die klassische Anlageberatung werde hingegen verringert- im bekannten Rahmen aber natürlich weiter angeboten.

„Diese ist einfach vom Aufwand her zu groß geworden und steht mit dem Ertrag nicht im lohnenswerten Verhältnis. Deswegen haben wir die klassische Beratung seit MiFID II stark abgebaut“, so Freytag im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Die Risiken würden schnell bei Fehlern die möglichen Erträge in der klassischen Anlageberatung überwiegen. „Im Kern ist die Beratung nach der steigenden Regulierung mühsam, aufwändig, mit wenig Ertrag und hohen Risiken.“

Konsolidierung des Marktes wegen MiFID II

Generell sei für die Deutsche Oppenheim Wachstum aber sehr wichtig. Nicht durch externe Zukäufe, sondern organisch. Deswegen wolle das Multi-Family-Office vor allem im Portfoliomanagement und auf Seiten von neuen Family Officern mit der Steigerung der Mandate wachsen. Der Fondsbereich könnte vor allem aufgrund vermehrtem Interesse aus dem Markt vertrieblich gestärkt werden.

„Wir haben als Deutsche-Bank-Tochter durch unsere Strategien und gezeigten Leistungen das Vertrauen unserer Kunden sukzessive verstärken und festigen können“, so Freytag, der aufgrund der steigenden Regulierung mit einer Konsolidierung des Marktes der Vermögensverwalter rechnet.

„Kleinere Anbieter werden es deutlich schwieriger unter MiFID II bekommen. Wir sind allerdings selber kein Haus, das Volumen extern dazukaufen möchte und sind bezüglich Übernahmen anderer Häuser sehr zurückhaltend“, sagt der Vorstand des Multi-Family-Office. 

€1,6 Milliarden in Fonds

Insgesamt setze die Deutsche Oppenheim auf Wachstum in der Vermögensverwaltung - und auf ein konzentriertes Angebot an Vermögensverwaltungsstrategien. 

„Das Fonds-Geschäft ist für unser Haus insgesamt sehr wichtig geworden und dient als wichtiger Bestandteil für die Transparenz unserer Strategien. Für uns sind die Fonds ein Qualitätsmerkmal und kein möglicher Reputationsverlust durch eine mögliche ‚Retailisierung‘. Wir möchten uns bewusst im harten Fonds-Wettbewerb messen.“ Derzeit sind €1,6 Milliarden Assets in den Fonds der Deutschen Oppenheim.

Die Fonds-Palette soll dabei bewusst übersichtlich gehalten werden, weil man kein Fondshaus werden wolle und ein vermögensverwaltendes Family Office bleiben möchte. 

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