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Didier Saint-Georges: „Zurückfahren von Anleihekaufprogramm der EZB ist unvermeidlich“

Didier Saint-Georges: „Zurückfahren von Anleihekaufprogramm der EZB ist unvermeidlich“

Der französische Asset Manager Carmignac sieht ein Zurückfahren für die europäischen Anleihekaufprogramme näher rücken und verkauft deutsche Staatsanleihen.

„Das Zurückfahren des Anleihekaufprogramms in einigen Monaten ist unvermeidlich und sei es nur, weil es keine für den Ankauf durch die EZB in Frage kommenden Finanzwerte mehr gibt“, schreibt Didier Saint-Georges, Mitglied im Investmentkomitee von Carmignac, im neuesten Marktkommentar.

Saint-Georges ergänzt, dass angesichts des Verschuldungsgrads der Eurozone und insbesondere Länder wie Italien die Nominalzinsen jedoch niedrig bleiben müssten.

„Diese Aussicht dürfte das übermäßig niedrige Zinsniveau deutscher Schuldtitel korrigieren und dem Euro neues Aufwertungspotential verleihen“, so Saint-Georges.

Der Beginn der Überlegungen der EZB zu einer Strategie des allmählichen Ausstiegs aus ihrer Politik der quantitativen Lockerung löste Ende Juni bereits erste Turbulenzen an den Anleihemärkten aus. Das Anziehen der Renditen wäre bei europäischen und vor allem deutschen Zinsen besonders ausgeprägt gewesen.

„Unserer Verkaufsstrategie auf deutsche Staatsanleihen kam diese Entwicklung Zugute. Wir hatten zudem im Monatsverlauf eine Kaufstrategie auf die Volatilität am langen Ende der Zinskurve eingeführt, die im Zuge dieser Entwicklung von Vorteil war“, schreibt Saint-Georges.

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