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DJE-Fondsmanager erachtet China-Ängste als übertrieben

DJE-Fondsmanager erachtet China-Ängste als übertrieben

Aufgrund der Angst vor einer merklichen Abschwächung der chinesischen Rohstoffnachfrage, habe sich der weltweite Rohstoffsektor im aktuellen Jahr bisher schwächer entwickelt als der Gesamtmarkt. Jedoch erwartet Stefan Breintner, Fondsmanager bei DJE Kapital, dass sich die Ängste in den kommenden Monaten als übertrieben herausstellen.

Nach einem starken ersten Quartal 2017 seien in China einerseits die Einfuhren sowie die Preise vieler Rohstoffe zurückgegangen. Ebenfalls könne man die geringeren Einfuhren auf die Maßnahmen zur Bremsung des chinesischen Immobilienmarktes und auf die gestiegenen Realzinsen in China zurückführen. „Als positiv ist demgegenüber die weiterhin hohe Rohstoffnachfrage durch Infrastrukturprojekte einzuschätzen“, betont Breintner.

Bewertungen im historischen Vergleich attraktiv

Die Angebotsdisziplin sei sektorübergreifend sehr hoch: 'Value over Volume' entpuppe sich als das dominierende Thema. „Investoren sind im Sektor aktuell nicht übergewichtet und die Bewertungen sind im historischen Vergleich attraktiv“, so Breintner in seinem aktuellen Marktkommentar.

Innerhalb der Angebotssituation lasse sich aktuell kein neuer Investitionszyklus feststellen. Aus Investorensicht sei dies positiv zu werten, da entsprechend das Angebot teilweise knapp bleibe und die freie Cash-Flow-Generierung hoch sei.

Infrastruktur in Amerika und Goldreserven

Die Rohstoffnachfrage der USA, dem weltweit zweitgrößten Rohstoff-Konsumenten, habe hingegen im laufenden Jahr bisher enttäuscht.

Als Folge der Trump-Wahl sei die Hoffnung auf Infrastrukturprojekte, sowie die Metallpreise und auch die Aktienkurse vieler Produzenten deutlich gestiegen. Inzwischen sei allerdings Ernüchterung eingekehrt. „Die Rohstoffnachfrage der USA könnte mittelfristig - wegen neuer Infrastrukturprojekte - wieder ansteigen.“

Das Thema Gold bereite den Konzernen aktuell die Herausforderung, ihre Reserven zu ersetzen. Das Goldangebot aus laufender Minenproduktion werde damit voraussichtlich in den nächsten Jahren fallen. „Diese Entwicklung dürfte den Goldpreis stützen“, so Breintner.

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