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DJE sieht Chancen im Rohstoffsektor bei Metallpreisen

DJE sieht Chancen im Rohstoffsektor bei Metallpreisen

Fondsmanager und stellvertretender Leiter Research & Portfoliomanagement bei DJE Kapital, Stefan Breintner, stellt in seinem aktuellen Marktkommentar den positiven Ausblick für Investments in diversifizierte Minenkonzerne und Metallproduzenten in den Mittelpunkt. Hier rechne das Pullacher Unternehmen mit Kursgewinnen und Gewinnsausschüttungen. Generell schnitten Rohstoffaktien zudem am Ende eines Konjunkturzykluses oftmals am besten ab.

So gut wie kein Unternehmen plane einen neuen Investitionszyklus und damit ein Hochfahren beziehungswiese Erschließen neuer Projekte. Demzufolge könnten die Preise für Eisenerz, Kohle und Buntmetalle nachfragebedingt länger als erwartet auf hohen Niveaus bleiben. Dies würde die Gewinn- und die freie Cash-Flow-Entwicklung der Produzenten begünstigen und sollte daher auch positiv auf die Aktienkurse abstrahlen.

„In den letzten 15 Jahren hat der Sektor die Nachfrageentwicklung nach Metallen zu optimistisch eingeschätzt und zu viel investiert. Als Folge dieses Investionsbooms kamen die Aktienkurse der Bergbaukonzerne vor allem im Zeitraum 2013 bis 2015 aufgrund einer fehlenden freien Cash-Flow-Generierung und zu hoher Schulden massiv unter Druck“, so Breintner, der auch Erstanalyst für die Sektoren Rohstoffe, Chemie und Öl & Gas bei der DJE Kapital ist.

Besonders interessant seien mittel- bis längerfristig die Perspektiven für Nickel, denn bereits heute befinde sich der weltweite Nickelmarkt in einer sogenannten Defizitsituation. Das heißt, dass das jährliche Angebot aus laufender Produktion geringer als die Nachfrage ist. Aktuell gäbe es zudem keine großen neuen Nickelprojekte.

Elektromobilität könnte Rohstoffsektor beflügeln

Obwohl die Nachfrage der Batterieindustrie aktuell noch relativ gering ist, könnte sich aber bis 2025 mehr als vervierfachen. Weltweit führende Nickelproduzenten wie die russische Norilsk Nickel, der brasilianische Vale-Konzern oder Glencore mit Sitz in Zug (Schweiz) rechnen damit, dass die Elektromobilität zu starken Nachfragesteigerungen führen könnte.

Vale prognostizierte auf der Metals, Mining & Steel Konferenz, dass mindestens $70 Milliarden zeitnah in neue Nickel-Projekte investiert werden müssten, um zukünftig nicht in ein massives Angebotsdefizit zu rutschen.

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