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DJEs Ehrhardt hat Japan-Quote nach Yen-Aufwertung deutlich reduziert

DJEs Ehrhardt hat Japan-Quote nach Yen-Aufwertung deutlich reduziert

Aufgrund der Yen-Stärke sowie des sich verschlechternden Umfelds im japanischen Bankensektor hat Jan Ehrhardt im ersten Halbjahr die Japanquote seines Gamax Asia Pacific-Fonds um rund 10% auf etwa 35% gesenkt.

„Wir hatten vor allem japanische Export- und Finanzwerte abgebaut“, so Ehrhardt im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Die Turbulenzen am Finanzmarkt und die Nachfrage nach sicheren Häfen trüben auch die Konjunkturaussichten des Landes. Besonders der schwächelnde Export-Sektor leidet unter einem erstarkten Yen. Im vergangenen Juni hatte der Nikkei-Index mit einem Minus von knapp 9% den schwersten Monatsverlust seit Mai 2012.

„Im Gegenzug haben wir unter anderem sehr günstig bewertete Immobilienaktien aus Hongkong oder defensive Konsum- und Telekommunikationswerte aus China beziehungsweise Südkorea gekauft“, ergänzt der Fondsmanager.

Unlängst gab die japanische Regierung bekannt, dass das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von im Januar prognostizierten 1,7% für das laufende Fiskaljahr auf 0,9% gesenkt wird. Zudem werde derzeit offenbar über ein Steuerpaket in Höhe von rund €86 Milliarden diskutiert.

In Folge der Marktunsicherheit, die durch den Brexit ausgelöst wurde, flüchten viele Investoren in sogenannte sichere Häfen. In einem Gespräch mit Citywire Deutschland sagte auch Brad Tank, Chief Investment Officer (CIO) vom US-amerikanischen Asset Manager Neuberger Berman, dass der Brexit kurzfristig Japan stärker als Deutschland treffe.

Für Ehrhardt sei es derzeit sehr schwer abzuschätzen, welche Schritte die japanische Notenbank unternehmen könne, um dem starken Yen und der Wirtschaftsschwäche des Landes entgegenzuwirken. „Sollte die Bank of Japan aber versuchen eine noch expansivere Politik zu betreiben, dürfte dies auch mittelfristig positiv für die japanische Börse sein“, so Ehrhardt.

Positiv ist der Fondsmanager derzeit gegenüber japanischen Dividendentiteln gestimmt. „Im Vergleich zu japanischen Staatsanleihen oder Firmenbonds erscheinen japanische Dividendenaktien unterbewertet. Falls der Yen abwertet, wäre der japanische Aktienmarkt sogar noch attraktiver“, so Ehrhardt, der hinzufügt, dass eine weitere Yen-Aufwertung hingegen ein schlechtes Umfeld für japanische Aktien wäre.

Der Gamax Asia Pacific-Fonds generierte in den vergangenen drei Jahren bis Ende Juni eine Wertsteigerung von 24,6% auf Euro-Basis. Die von Citywire vergebene Benchmark MSCI AC Asia Pacific TR USD stieg im selben Zeitraum um 25,4%.

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