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Drei Phasen der Marktkorrektur: Was Anleger in einer Marktkorrektur erwartet

Nach der Korrektur im Februar haben sich die Aktienmärkte vorerst wieder stabilisiert, dennoch rät ein Portfoliomanager zu bedachtem Handeln und klärt auf.

Trotz der Stabilisierung der Aktienmärkte nach der Kurskorrektur Anfang Februar, dürfte es dennoch mit der Ruhe erst einmal vorbei sein. Dies ist die Meinung von Marcel Walter, Portfoliomanager von der EVV Vermögensverwaltung. 

„Um sich als Anleger in dieser unsicheren Zeit richtig zu verhalten, ist es wichtig zu verstehen, wie so eine Marktkorrektur abläuft“, so Walter. Er erklärt die drei Phasen: Einbruch, Sondierung und Positionierung und wie Anleger jetzt agieren sollten.

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Trotz der Stabilisierung der Aktienmärkte nach der Kurskorrektur Anfang Februar, dürfte es dennoch mit der Ruhe erst einmal vorbei sein. Dies ist die Meinung von Marcel Walter, Portfoliomanager von der EVV Vermögensverwaltung. 

„Um sich als Anleger in dieser unsicheren Zeit richtig zu verhalten, ist es wichtig zu verstehen, wie so eine Marktkorrektur abläuft“, so Walter. Er erklärt die drei Phasen: Einbruch, Sondierung und Positionierung und wie Anleger jetzt agieren sollten.

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Der Einbruch

„Der Kurssturz kommt oft unerwartet. Experten warnen monatelang vor den Risiken zu hoher Aktienbewertungen, aber die Kurse steigen weiter. An Verluste denkt schon niemand mehr, schließlich geht es seit Monaten in schöner Gleichmäßigkeit aufwärts. Aber der Schein trügt, die professionellen Anleger haben ihre Ausstiegskurse längst gesetzt und lassen die Gewinne laufen. Die geringe Schwankungsbreite am Markt ist das trügerische Ergebnis. Doch wehe, wenn der Wind dreht. Die gesetzten Verkaufsorders greifen und die Kurse beginnen zu bröckeln. Das lockt auch Trader an. Sie gehen „short“ und setzen auf fallende Kurse. Damit befeuern sie den Absturz zusätzlich. Die Volatilität ist zurück.

Typischerweise beruhigt sich der Markt nach einigen Tagen. Die Stopp-Orders sind ausgeführt, Short-Trader nehmen ihre Gewinne mit und die ersten Mutigen nutzen das niedrigere Kursniveau, um ihre Positionen zu verbilligen. Nach diesen Erlebnissen lassen Investoren mehr Vorsicht walten und sichern ihre Kurse noch konsequenter ab. Deswegen ist es auch keine Seltenheit, dass auf eine ermutigende Erholungsbewegung ein erneuter heftiger Einbruch folgt. Gewinnmitnahmen und Trader lösen die Abwärtsspirale aufs Neue aus.

In dieser hochemotionalen Phase machen vor allem Privatanleger oft die unangenehme Erfahrung, sich zum Verkauf am Tiefpunkt hinreißen zu lassen, um dann zu höheren Preisen wieder einzusteigen. Wer in dieser Phase wirklich handeln möchte, muss ein kühles Gemüt und Disziplin besitzen. Selbst für Trading-Profis ist eine Marktkorrektur der am schwierigsten zu handelnden Börsenszenarien.“

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Die Suche

„Auf die diese hochvolatile Phase folgt die Suche nach dem Marktgleichgewicht. Es ist an der Zeit, die Wunden zu lecken und die Lage sachlich zu analysieren. War der Einbruch berechtigt? Was ist die Ursache? Waren die Kurse wirklich überteuert? Und sind sie es vielleicht immer noch? Haben sich die Investitionsbedingungen am Markt verändert? Die Ansichten sind verschieden. Die Kurse zeigen keine Richtung an, aber die Schwankungsbreite kehrt wieder zur Normalität zurück. Nur wenige Investoren positionieren sich jetzt langfristig. Es können einige Monate vergehen bis alle Neuigkeiten verdaut sind und die nächste Phase beginnt.

Mittelfristig orientierte Anleger sollten abwarten, bis sich am Markt wieder ein eindeutiger Trend etabliert. Wer ängstlich ist, kann zwischenzeitlich auch aussteigen. Ein langer Anlagehorizont ist in dieser Phase ideal, um selektiv nach unterbewerteten Dividendentiteln Ausschau zu halten. Nicht selten kommt es beim generellen Ausverkauf zu irrationalen Kurseinbrüchen qualitativ hochwertiger und fair bewerteter Einzeltitel.“

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Der neue Trend

„Auf Grundlage von Zahlen, Daten und Fakten festigt sich die Marktmeinung und es entwickelt sich ein neuer, langfristiger Trend. Wer geneigt ist zu glauben, dass dieser nun logischerweise aufwärts zeigen muss, irrt. Der Ausgang des Prozesses ist offen. Grundsätzlich kann sich ein steigender oder fallender Trend ausbilden. Einen stabilen Trend frühzeitig zu erkennen, erfordert nicht nur tiefgreifende Kenntnisse über die Charttechnik, die Entstehung von Kursen und Marktpsychologie. Auch die richtigen technischen Hilfsmittel gehören dazu.

Erst zu diesem Zeitpunkt können Anleger wieder nachhaltige Anlageentscheidungen treffen. Auch wenn sie den Tiefpunkt zum Einstieg in den beginnenden Aufwärtstrend beziehungsweise den Höchstpunkt für den Ausstieg aus dem beginnenden Abwärtstrend nicht genau treffen. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die tragfähige und konsistente Anlagestrategie auf Grundlage fundierter Entscheidungen statt emotionsgetriebener Aktionen.“

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