Aufgrund des Marktumfeldes mit nicht weiter zurückgehenden Zinsen, zunehmenden Inflationsrisiken und einer möglichen positiven Korrelation von Aktien und Anleihen stellt sich immer mehr die Frage, was das klassische Multi-Asset-Konzept in diesem Umfeld leisten kann und wie man sein Multi-Asset-Portfolio aufstellen sollte.

Vor allem die sich verändernde Korrelation könnte in Zukunft dazu führen, dass das Risikoprofil eines Multi-Asset-Fonds sich trotz gleichbleibender Allokation verändere. Um dieser Problematik Herr zu werden, bevorzuge der Dachfondsmanager Eckhard Sauren einen Bottom-Up Ansatz für die Konstruktion seiner Dachfonds-Portfolien.

Fondsidee als oberstes Auswahlkriterium

Sauren warnt davor, ein klassisches Multi-Asset-Portfolio nach Top-Down-Gesichtspunkten aufzubauen und dann innerhalb des gesetzten klassischen Rententeils Anlageideen auszusuchen.

Erfolgversprechender erscheint nach Sauren die Bottom-Up-Auswahl vielversprechender Anlageideen in den einzelnen Segmenten eines modernen Multi-Asset-Dachfonds. Die Bottom-Up-Auswahl startet auf Basis von Gesprächen mit Fondsmanagern und der Beurteilung der Attraktivität der jeweiligen Anlageidee.

Alle selektierten Anlageideen können auf diese Weise zu einem attraktiven Ertrags/Risiko-Profil beitragen. Das Gesamtrisiko wird auf Portfolioebene durch Allokation und Gewichtung der einzelnen Positionen gesteuert.

Zudem verwendet Sauren bei seinem Ansatz insbesondere auch Absolute-Return-Fonds als Bestandteil in einem breit diversifizierten Portfolio. Dieser Absolute-Return-Anteil sei in den vergangenen Jahren als Baustein in den Sauren-Fonds zunehmend gewachsen.

So bestehe aktuell besonders die Gefahr, dass ein klassisches Multi-Asset-Portfolio aufgrund der Niedrigzinssituation an den Rentenmärkten ausschließlich auf den Aktienanteil als Performancebringer angewiesen ist. „Dagegen können bei einem modernen Multi-Asset-Dachfonds alle Portfoliobestandteile zu einem attraktiven Ertrags/Risiko-Verhältnis beitragen“, erklärt Sauren.