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EM-Outperformer Böttcher: „Man sollte jetzt in Frontier Märkte investieren“

EM-Outperformer Böttcher: „Man sollte jetzt in Frontier Märkte investieren“

Der Charlemagne-Fondsmanager Stefan Böttcher empfiehlt Frontier Märkte nicht nur aus Renditegründen, sondern auch weil er sie für ein sicheres Investment hält. „Es mag nach einem Abenteuer klingen in Länder wie Georgien, Pakistan oder Nigeria zu investieren. Tatsächlich ist es aber so, dass ein Investment in ein Portfolio aus verschiedenen Unternehmen aus den verschiedenen Frontier Märkten sogar mit weniger Risiko behaftet ist als ein Investment in Schwellen- oder Entwicklungsländer“, sagt er.

Nach Einschätzung von Böttcher erwarten die meisten Experten in den kommenden fünf Jahren ein Wachstum bei Frontier Märkten von jährlich fünf bis sechs Prozent. Schwellenländer-Märkte werden demnach im selben Zeitraum lediglich um 3 bis 4% und Industrieländer-Märkte nur um 1 bis 2% wachsen. Größte Wachstumsraten werden für Nigeria (8,25%) und Irak beziehungsweise Bangladesch (jeweils 7,5%) prognostiziert.

Trotz dieses hohen Wachstums hält Böttcher die Frontier Märkte für vergleichsweise sicher: Da in diesen Ländern nur rund 5% des Kapitals aus dem Ausland kommen, seien Frontier Märkte weniger anfällig für globale Einflüsse wie steigende US-Zinsen, die Euro-Krise oder den Börsen-Absturz in China.

„Viele Frontier-Länder befinden sich auf dem Weg zum Emerging Market. Man kann aktiv am Wachstum der Märkte partizipieren und davon profitieren“, sagt Böttcher, der den Charlemagne Magna New Frontiers-Fonds mit einem Volumen von €16 Millionen sowie den Charlemagne OAKS Emerging and Frontier Opps-Fonds mit einem Volumen von €20 Millionen verwaltet.

Ausschau halten nach Unternehmen, die von Reformen profitieren

Durch Reformen auf sozialer, politischer und ökonomischer Ebene entstehe ein starkes Wirtschaftswachstum bei den Frontier Märkten. Als gutes Beispiel sieht Böttcher Saudi-Arabien. „Dort wird gerade die Wirtschaft breiter aufgestellt und man geht weg von der Energieabhängigkeit. Außerdem werden gerade die Börsen reformiert um direktes ausländisches Investment zuzulassen“, erklärt er.

Auch Barings-Fondsmanager Michael Levy investiert bevorzugt 10% des Portfolios seines Baring Frontier Markets-Fonds in Saudi-Arabien und empfiehlt im Gespräch mit Citywire Deutschland Investitionen in Frontier Märkte. Diese werden seiner Meinung nach „eine große Geschichte“.

Stefan Böttcher hält in seinem Investmentansatz Ausschau nach Unternehmen, die „hohen Wert auf den Shareholder Value-Gedanken legen, ihren Umsatz im Inland erwirtschaften und von den Reformbemühungen sowie dem steigenden Wohlstand der Bevölkerung profitieren“.

Firmen, die diese Kriterien erfüllen, sind unter anderem Vinamilk, einer der größten Hersteller von Milch und Milcherzeugnissen in Vietnam. Das EBITDA-Wachstum liege bei 20% pro Jahr. Mit 6,9% ist Vinamilk das größte Holding in Böttchers Magna New Frontier Fonds.

Eine gleiche Wachstumsrate erwartet Böttcher bei Edita Egypt Consumer Staples. Beim Marktführer von Snackprodukten in Ägypten investiert Böttcher 4,8% seines Portfolios.

Der Charlemagne Magna New Frontiers-Fonds konnte in den vergangenen drei Jahren eine Wertsteigerung von 64,3% erzielen. Die Benchmark, der Equity Emerging Markets-Index steigerte sich im selben Zeitraum hingegen nur um 11,8%.

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