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Europäische Staatsanleihen sind keine billige Option mehr, sagt Multi-Asset Star

Europäische Staatsanleihen sind keine billige Option mehr, sagt Multi-Asset Star

Staatsanleihen aus der Eurozone würden keine adäquate Kompensation mehr liefern, wenn man sich das derzeitige Risiko/Ertrags-Profil anschaut, so Miles Geldard von Jupiter Asset Management.

Der von Citywire mit A-geratete Fondsmanager leitet den Jupiter JGF Strategic Total Return und JGF Global Convertibles Fonds.

„Wir würden sagen, dass französische, spanische und italienische Anleihen überbewertet sind und deren Renditen sehen sehr niedrig aus wenn man sich das Risiko/Ertrags-Profil anschaut. In Europa bleibt die Situation sehr fragil und Desinflation bleibt weiterhin auf der Tagesordnung,“ so Geldard in seinem jüngsten Investmentupdate.

Staatsanleihen machen momentan 7% des Long Exposures im JGF Strategic Total Return Fonds aus. Unternehmensanleihen liegen bei 41% und variabel verzinsliche Papiere bei 25% und sind damit die beiden größten Fixed-Income Allokationen im Fonds.

Geldard ist der Meinung, dass ein Zyklus der steigenden Zinsen zu einer volatilen Phase für die Finanzmärkte führen könnte.

„Die Zentralbanken müssen vorsichtig sein und die Zinsen nicht zu schnell und zu stark anheben, da die Verschuldungsgrade immer noch hoch sind,“ sagte er.

Geldard ist der Meinung, dass die Risikoprämien fairer seien in Bereichen wie asiatischen Aktien und Lateinamerikanischen Anleihen.

„Obgleich der wirtschaftlichen Verlangsamung, kann man in Brasilien bei manchen Anleihen Renditen sehen, die innerhalb von wenigen Monaten von 8% auf 13% gestiegen sind. Das kam durch die Entscheidung der Brasilianischen Zentralbank die Zinsen anzuheben,“ so Geldard.

US Small-Caps sind überbewertet

Hinsichtlich der Situation in den USA, ist Geldard er Meinung, dass die Stärke der wirtschaftlichen Erholung im Land, die Bewertungen von Small-Cap Aktien auf Levels getrieben hat, die nicht mehr den wahren Value des Business wiederspiegeln.

„Investoren fühlen sich eher von dem aufregenden Potential angezogen, das Biotech, Social Media und Internetfirmen bieten, im Gegensatz zu den eigentlichen Earnings und Cash Flows. In unseren Augen ist dieser Enthusiasmus für solche Aktien etwas unbegründet, insbesondere in Bereichen wo die Einstiegsbarrieren sehr niedrig sind,“ sagte er.

 Er fügte hinzu, dass seine Fonds momentan für eine Umkehr des obengenannten Trends positioniert seien, nämlich von großen Unternehmen zu profitieren, die auch einen positiven Cash Flow und gute Erträge vorweisen können.

Auf der Währungsseite sagt Geldard, dass sowohl Euro, als auch GBP gegenüber dem US Dollar überbewertet seien.

„Die britische Wirtschaft ist möglicherweise in einer besseren Verfassung als andere Regionen in Europa, doch langfristig gesehen sind die Wachstumsantreiber nicht so robust wie in den USA.“

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