Aufgrund stagnierender Umsätze und eines weltweit begrenzten Wachstums baut Georg Graf von Wallwitz, Co-Manager der Phaidros-Fonds und Gründer der Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement, seine Position bei klassisch defensiven Konsumgüter-Titeln ab.

Vor sechs bis zwölf Monaten lag die Positionierung bei Konsumgüter-Titeln bei 8%. Aktuell sind im €350 Millionen großen Phaidros Funds - Balanced rund 4% in Basiskonsumgüter-Aktien investiert. Diese Position kann und wird wohl noch weiter reduziert werden.

„Die Umsätze von namhaften Konsumgüterherstellern wie Nestlé und Procter & Gamble beispielsweise stagnieren seit einigen Jahren und es ergibt sich trotz des weltweit wachsenden Mittelstands nur begrenzt Wachstum für die Unternehmen“, so von Wallwitz im Gespräch mit Citywire Deutschland auf dem Fondsprofessionell Kongress in Mannheim.

Aktienquote unter dem Durchschnitt

Lediglich einzelne Sparten wie der Bereich Health Science and Nutrition würden sich positiv bei diesen Unternehmen entwickeln. Dass das Wachstum rückläufig sei, liege zum einen daran, dass sich die Vertriebswege geändert haben. „Zum anderen haben Konsumenten festgestellt, dass es günstigere aber gleichwertige Produkte bei anderen Unternehmen gibt“, sagt von Wallwitz, der wie sein Co-Manager Ernst Konrad mit einem Citywire-Rating von A ausgezeichnet ist.

Das durch den Abbau dieser Titel entstandene Geld wurde in kurzlaufende Anleihen umgeschichtet, um für einen erwartenden Kursrückgang der Aktienmärkte liquide zu sein. Entsprechend liegt die Aktienquote des ausgewogenen Mischfonds derzeit bei 46%. Im Durchschnitt liege die Aktienquote dieses Fonds bei rund 55%.

Der Phaidros Funds - Balanced erzielte über die vergangenen drei Jahre bis Ende Dezember 2017 eine Wertsteigerung von 19,5% auf Euro-Basis. Der Durchschnitt im Citywire-Sektor Mischfonds ausgewogen liegt im selben Zeitraum bei 9%. Damit belegt der Fonds den elften von insgesamt 256 Plätzen des Sektors.