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Fidecum-Fonds profitiert von Anstieg der Stahlpreise

Fidecum-Fonds profitiert von Anstieg der Stahlpreise

Value-Fondsmanager Hans-Peter Schupp profitiert in seinem rund €300 Millionen schweren Contrarian Value Euroland-Fonds vom deutlichen Anstieg der weltweiten Stahlpreise. Mit dem deutschen Stahlkonzern Salzgitter und dem französischen Röhrenhersteller Vallourec entwickelten sich allen voran zwei Fonds-Positionen im März 2016 stark.

Mit einer Gewichtung von derzeit 4,4% gehört Salzgitter inzwischen zu den Top zehn Positionen des Fonds. Ende März 2014 sagte Schupp im Interview mit Citywire Deutschland, dass er erstmals Aktien des Unternehmens, das weltweit über 25.000 Mitarbeiter beschäftigt, für seinen Fonds kaufte. Laut Monatsbericht März war Salzgitter mit einem Kursgewinn von 18,2% eine der besten Positionen des Fonds.

Derzeit kostet ein Papier des Unternehmens €24,50. Analysten der DZ Bank haben den fairen Wert für Salzgitter nach finalen Jahreszahlen allerdings auf €20 pro Aktie gesetzt und geraten, die Aktie zu verkaufen. Der Preis reflektiere die gestiegene Branchenbewertung und seine etwas höheren Gewinnschätzungen, erklärte die Bank.

Verdopplung von Vallourec-Position

Vallourec, der Hersteller von nahtlosen Stahlrohren sowie spezifischen Rohranwendungen, die schwerpunktmäßig für die Energiemärkte bestimmt sind, war laut Monatsbericht für März 2016 zum zweiten Mal in Folge unter den Titeln, die sich am besten entwickelt haben. Der Kursgewinn der Vallourec-Position, die Schupp erst im Februar dieses Jahres auf 2% verdoppelte, lag bei 17,2%.

„Vallourec ist stark vom Erdöl und neuen Explorationen abhängig. Deswegen glauben wir nicht, dass der Kurseinbruch des Unternehmens aufgrund von strukturellen Problemen eingetreten ist, sondern eine Folge von konjunkturellen Schwierigkeiten“, erklärte der Fondsmanager seine damalige Investition im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Stahlpreise steigen auf Höchststände

Gegen Ende des vergangenen Jahres lagen die weltweiten Stahlpreise am Boden. Der Konjunkturpessimismus in China sorgte Ende September 2015 sogar dafür, dass der Shanghaier Stahl-Future auf ein Rekordtief fiel.

Die Preise für Betonstahl und Stahlschrott erlebten seit Jahresanfang aber weitestgehend eine Steigerung. Der Betonstahlkontrakt für den einmonatigen Lieferzeitraum, der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelt wird, kletterte bis Anfang April auf $400 je Tonne. Damit wurde der höchste Stand seit Handelsbeginn erreicht. Der Stahlschrottkontrakt stieg ebenfalls auf ein Rekordhoch von $243 je Tonne.

Der Contrarian Value Euroland-Fonds von Fidecum erzielte in den vergangenen drei Jahren bis Ende März 2016 eine Wertsteigerung von 39,9% auf Euro-Basis. Die von Citywire vergebene Benchmark FTSE World Europe ex UK TR EUR steigerte sich im selben Zeitraum nur um 23,3%.

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