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Flossbach von Storch erwartet anhaltende Aktien-Hausse und fährt weiter hohe Aktienquote

Flossbach von Storch erwartet anhaltende Aktien-Hausse und fährt weiter hohe Aktienquote

Auch wenn die Bewertungen an den Aktienmärkten höher und die Luft an den Aktienmärkten aufgrund der Kursgewinne in den letzten Jahren dünner geworden ist, sieht Bert Flossbach weiterhin mittleres bis hohes einstelliges Performancepotential bei Aktien. Das schreibt der Mitgründer von Flossbach von Storch im aktuellen Kapitalmarktbericht des Kölner Vermögensverwalters.

Dies wäre durch einen weitereren leichten Anstieg der Bewertung gepaart mit moderat steigenden Unternehmensgewinnen zu begründen. Davon würde aber ein wesentlicher Teil auf die planbaren Dividendenrenditen von fast 3% entfallen.

Höchste Aktienquote seit Anfang 2017

„Die seit 2009 andauernde und nur kurzfristig unterbrochene Hausse am Aktienmarkt könnte also noch eine Weile weiterlaufen. Die Entwicklung dürfte aber nicht mehr wie am Lineal gezogen erfolgen, wie es 2017 der Fall war“, so Flossbach, der den €12,51 Milliarden schweren Flossbach von Storch - Multiple Opportunities-Fonds verwaltet.

Aktuell investiert der Flaggschiff-Fonds des Kölner Unternehmens zu fast 70% in Aktien. Die Kasseposition und die Positionierung bei Edelmetallen ist rund 10% groß. Im November 2017 erhöhte Flossbach die Aktienquote auf diesen Wert - die höchste Aktienquote im Verlauf des vergangenen Jahres.

Aktienbewertung bietet Risikopuffer

Die Gewinnrenditen von Aktien (Unternehmensgewinn geteilt durch Börsenbewertung) liegen mit etwa 6% immer noch deutlich über den Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den USA und Deutschland (Mittelwert 1,4%).

Mit einem Renditeaufschlag von 4,5% biete die Aktienbewertung einen Risikopuffer für den Fall leicht steigender Anleiherenditen, und rechtfertige sogar höhere Bewertungen von Aktien, wenn Investoren bereit wären, das niedrige Zinsniveau als dauerhaft zu unterstellen.

„Umgekehrt würde es schon einen deutlichen Zinsanstieg erfordern, um das Bewertungsniveau von Aktien auf den Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre fallen zu lassen, der zudem nur 5% unter dem aktuellen Niveau liegt“, heißt es im Kapitalmarktbericht. Das niedrige Zinsniveau sei daher noch nicht gänzlich in die Aktien-Bewertungen eingeflossen, wohl auch deshalb, weil immer noch viele Investoren mittelfristig wieder deutlich höhere Zinsen erwarten.

Notenbanken sind sich der Problematik bewusst

Dass die Aktienmärkte eine Korrektur aufgrund einer sich verändernden Zinspolitik der Zentralbanken erleben, erwartet Flossbach nicht. Dass die Fed und EZB ihre Anleihekäufe stoppen sei seit längerem bekannt. 

„Sollte die Stabilität des Finanzsystems aber gefährdet sein, werden die Geldschleusen erneut geöffnet. Selbst ein deutlicher Anstieg der Inflation würde nicht automatisch höhere Zinsen bedeuten, sondern eine lange Phase negativer Realzinsen einläuten. Nur so ließe sich das globale Schuldenproblem lösen. Die Notenbanker sind sich dessen bewusst. Sie werden ihren Worten im Zweifel Taten folgen lassen“, erklärt Flossbach.

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