Die deutsche Wirtschaft verliert überraschend an Tempo. Diese Nachricht bestimmte die Medien Mitte April. Die Wirtschaft wurde vom schwächelnden Außenhandel gebremst und wuchs ersten Quartal 2018 nur halb so stark wie Ende vergangenen Jahres.

So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Im vierten Quartal vergangenen Jahres hatte sich die Wirtschaftsleistung noch um 0,6% erhöht.

Droht ein Ende des deutschen Aufschwungs? Und wie wirkt sich diese Abschwächung auf den deutschen Aktienmarkt aus?

Citywire Deutschland hat vier führende deutsche Fondsmanager nach ihrer Einschätzung gefragt.

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Die deutsche Wirtschaft verliert überraschend an Tempo. Diese Nachricht bestimmte die Medien Mitte April. Die Wirtschaft wurde vom schwächelnden Außenhandel gebremst und wuchs ersten Quartal 2018 nur halb so stark wie Ende vergangenen Jahres.

So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Im vierten Quartal vergangenen Jahres hatte sich die Wirtschaftsleistung noch um 0,6% erhöht.

Droht ein Ende des deutschen Aufschwungs? Und wie wirkt sich diese Abschwächung auf den deutschen Aktienmarkt aus?

Citywire Deutschland hat vier führende deutsche Fondsmanager nach ihrer Einschätzung gefragt.

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Thomas Orthen, Allianz Global Investors

Fonds: Fondak - A - EUR

Ich würde die Zahl nicht überbewerten. Richtig ist, dass wir uns nicht mehr am Anfang einer längeren Aufschwungsphase, sondern in der zweiten Halbzeit befinden. Zudem gab es im ersten Quartal eine Reihe von Sonderfaktoren. Aber die deutsche Wirtschaft weist weiterhin gesundes Wachstum auf und ist auch in strukturellen Wachstumsfeldern gut aufgestellt. Die Aktienmärkte sind im Gleichlauf mit den Gewinnen gestiegen und diese laufen jetzt jedenfalls in Richtung 1000 für den DAX.

Das aktuelle KGV von 13 halten wir, insbesondere im Vergleich zu anderen Assetklassen noch für attraktiv, und das Argument hält so lange, wie es keine rückläufigen Gewinne gibt. Rückläufige Gewinne sehe ich aber erst, wenn wir in ein wirklich rezessives Umfeld kommen würden. Im Fondak gewichte ich weiter stark Titel mit strukturellem Wachstumspotenzial, insbesondere solche die von dem privaten Konsum in Deutschland profitieren.

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Christoph Ohme, DWS

Fonds: DWS German Equities Typ O

Das Wachstum in Deutschland ist schwächer, allerdings sehen wir dies als temporär an. Die Wachstumsschwäche im ersten Quartal führen wir teilweise auf besondere Faktoren zurück. In Folge des kalten Wetters fiel die Bauaktivität geringer aus und die starke Grippewelle führte zu einer nur leicht ansteigenden Konsumnachfrage. Dass der staatliche Konsum einen negativen Beitrag geleistet hat wird durch die sich hinziehenden Koalitionsverhandlungen begründet sein. Das heißt nur die nötigsten Ausgaben wurden in der Zwischenzeit getätigt.

Von den Unternehmen haben wir dagegen nach dem ersten Quartal ein positives Bild, auch was die weitere Entwicklung für das Jahr anbelangt. Die Zuversicht zeigt sich auch unter anderem bei den Ausrüstungsinvestitionen.

Natürlich gibt es Risikofaktoren, dazu zählen politische Unsicherheiten und der Streit um die Handelsrestriktionen, ebenso wie steigende Rohstoffpreise oder auch die Sorge um eine Ausweitung der Credit Spreads in China. Die Abschwächung des Euro war zuletzt aber eher eine Entlastung für die deutschen Unternehmen.

Die weitere Entwicklung werden wir genau beobachten, aber im Moment überwiegen für uns insgesamt die positiven Faktoren.

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Georg Geiger, Value Holdings Capital Partners

Fonds: Value-Holdings Deutschland

Wir sehen die deutsche Wirtschaft unverändert in einer guten Verfassung. Die Unternehmen sind gut, teilweise zu gut, ausgelastet, so dass eine leichte Wachstumsabschwächung sich hier nicht sonderlich auswirken dürfte. Dennoch müssen natürlich die geopolitischen Veränderungen, Stichwort Handelskrieg und Sanktionen, gut beobachtet werden.

Grundsätzlich sind wir stark in den produzierenden Sektoren wie Industrie- und Konsumgüter, Fahrzeuge und Zulieferer, Dienstleistungen und Bau/Baustoffe investiert. Dies wird sich auch nicht ändern. Fondsanpassungen erfolgen wie gehabt gemäß der Value-Investing-Strategie, wenn Unternehmen ihren fairen Wert erreicht haben beziehungsweise wir eine ausreichende Sicherheitsmarge beim Einstieg haben.

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Christian Funke, Source4Alpha

Fonds: S4A Pure Equity Germany

Angesichts globaler Unsicherheit rund um Strafzölle und die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch die USA sind die Risiken für die deutsche Wirtschaft nicht geringer geworden. Deutschland erlebt aber weiterhin eine robuste Konjunktur und auch die Aussichten für den Aktienmarkt erscheinen gut.

Wir bevorzugen in unserem Deutschland-Fonds derzeit defensive Sektoren, hoch gewichtet haben wir beispielsweise die Konsumgütertitel Fielmann und Symrise. Derart risikoarme Titel haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie trotz geringerer Risiken der Marktentwicklung nicht hinterherhinken – gleichzeitig bieten sie aber in turbulenten Marktphasen eine gewisse Absicherung für das Portfolio.

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