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Hamburger Vermögensverwalter plant personelles Wachstum und zieht in größeres Office

Hamburger Vermögensverwalter plant personelles Wachstum und zieht in größeres Office

Die Hamburger Vermögensverwaltung Albrecht, Kitta & Co. plant nach ihrem fünfjährigen Bestehen weiteres personelles Wachstum. Die Mitarbeiterzahl ist inzwischen von den vier Gründern auf neun Personen angewachsen. Mit einem Umzug in ein größeres Office in Hamburg einhergehend soll die Mitarbeiterzahl auf bis zu 14 Personen wachsen.

„Wir haben uns vor fünf Jahren entschlossen, unsere Führungsaufgaben bei Berenberg niederzulegen und eine eigene unabhängige Vermögensverwaltung zu starten. Inzwischen sind wir mit unserem Unternehmen aus dem Start-up-Modus entwachsen“, erklärt Holger Knaup, einer der vier Gründer der Firma, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Viele Groß- und Privatbanken sind aufgebläht

Knaup war ebenso wie die anderen drei Gründer Sven Albrecht, Andreas Kitta und Carsten Riehemann vor der Gründung des eigenen Unternehmens in einer führenden Rolle bei der Hamburger Privatbank Berenberg tätig.

„Bei vielen Groß- und Privatbanken ist die Organisation teilweise sehr  aufgebläht und unnötig groß. Der Kunde zahlt oft für einen teuren Wasserkopf mit einem immer noch viel zu großen Filial- beziehungsweise Niederlassungsnetz“, sagt Albrecht.

Deswegen habe die Albrecht, Kitta & Co. ihr eigenes Unternehmen bewusst schlank, effizient und kostensensitiv aufgestellt. Natürlich müsse man zu Beginn auch Abstriche machen. „Schließlich hatten wir vier alle führende Positionen bei Berenberg und haben gemeinsam den Weg in die Selbstständigkeit gewählt. Diesen Schritt zu gehen war rückblickend genau die richtige Entscheidung. Wir sind jetzt wieder näher am Kunden und direkt am Portfolio.“

Vermehrte Konsolidierung in 2019

Viele Banker würden allerdings den Weg in die Unabhängigkeit unterschätzen. „Die Auflagen und der Prozess zum Erhalt der 32er KWG-Lizenz der BaFin sind extrem umfangreich. Ein echtes bürokratisches Monster!“ Dies werde dafür sorgen, dass in Zukunft deutlich weniger neue Vermögensverwalter an den Start gehen. 

„Und wenn, dann werden es von Beginn an größere Teams sein, in denen von Anfang an eine klare Aufgabenteilung verfolgt wird. Für sehr kleine Teams wird vermutlich das andocken an einen bestehenden Vermögensverwalter oder die Nutzung eines Haftungsdachs insbesondere nach der Einführung von MiFID II die deutlich effizientere Lösung sein“, so Albrecht und Knaup.

Deswegen werde auch im Jahr 2019 vermutlich eine vermehrte Konsolidierung zu sehen sein. Dann wird die erste große WPHG-Prüfung der BaFin nach MiFID-II-Kriterien vorgenommen. „Für kleinere Vermögensverwalter wird dies eine sehr große Herausforderung darstellen.“ 

Momentan hat das Unternehmen über 160 Kunden. Bis Ende 2019 sind über 200 Kunden und Assets in Höhe von über €500 Millionen geplant.

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