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Hans-Peter Schupp baut Position bei kriselnder K+S auf

Hans-Peter Schupp baut Position bei kriselnder K+S auf

Der für seine Value-Investitionen bekannte Fondsmanager Hans-Peter Schupp hat in seinem Fidecum SICAV - Contrarian Value Euroland-Fonds im April eine Position beim zuletzt kriselnden deutschen Düngemittelhersteller K+S aufgebaut.

Aktuell werde K+S mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,1 bewertet. „Der Aktienkurs war zuletzt aufgrund der gescheiterten Übernahme durch das kanadische Unternehmen Potash sowie mögliche Umweltverstöße belastet“, schreibt Schupp in seinem aktuellen Monatsbericht für den April. Auf Anfrage von Citywire Deutschland ergänzt Schupp: „Die Halbierung des K+S-Aktienkurses ist unserer Einsicht nach eine Übertreibung, da selbst auf Basis von niedrigen Gewinnen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12 vorliegt.“

Im Herbst vergangenen Jahres platzte die angepeilte Übernahme des Kasseler Unternehmens durch den kanadischen Konkurrenten Potash. Ganz zur Freude der hessischen Regierung, die durch die gescheiterte Übernahme Arbeitsplätze in Kassel sichern konnte. Die Börse war hingegen nicht so erfreut: Unmittelbar nach Bekanntwerden der geplatzten Übernahme verlor die K+S-Aktie bis zu 24%.

Derzeit kostet eine Aktie rund €22 und damit nochmal €1,50 Euro weniger als beim massiven Kursstrurz Ende vergangenen Jahres. Grund genug für Schupp beim Kasseler Unternehmen zuzuschlagen und eine Position aufzubauen.

Stabilisierung der Kali-Preise und Produktionsstart einer neuen Mine

Das liegt zum einen nicht nur an der Übertreibung des K+S-Absturzes, sondern auch an den Kali-Preisen. Diese sind in den vergangenen Monaten stark gefallen. Aufgrund des kühlen Wetters im März und April setzten weniger Landwirte auf Stickstoffdünger und Kali. Den Großteil ihres Gewinns macht K+S aber mit der Produktion von Kali-Dünger für die Landwirtschaft

„Auf der anderen Seite ist eine langsame Stabilisierung der Agrarpreise festzustellen“, so Schupp, der im Gegenzug die Gewichtung von Astaldi, einem italienischen Baukonzern, reduziert hat. Zudem deutet vieles auf eine Normalisierung der Kali-Preise hin, so Schupp. Dies würde K+S zugute kommen. Ein weiterer Performance-Treiber ist der Produktionsstart einer neuen Mine in Kanada. „Diese verursachte bisher nur Cash Out und Kosten, allerdings noch keine Erträge. Dies wird sich durch den Produktionsstart ändern."







Das Fondsvolumen stieg im April um €16 Millionen und hat nun einen historischen Höchststand von €327 Millionen erreicht. 

Der Fidecum SICAV - Contrarian Value Euroland-Fonds erzielte in den vergangenen drei Jahren bis Ende April 2016 eine Wertsteigerung von 45,7% auf Euro-Basis. Die von Citywire vergebene Benchmark FTSE World Europe ex UK TR EUR steigerte sich im selben Zeitraum um x27,9.

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