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Hans-Peter Schupp erhöht Deutsche-Bank-Position maßgeblich

Hans-Peter Schupp erhöht Deutsche-Bank-Position maßgeblich

„Wir sehen keine Gefährdung oder Risiko durch die Deutsche Bank für die Aktionäre“, sagt Hans-Peter Schupp im Gespräch mit Citywire Deutschland und gibt an, die Position bei der Deutschen Bank in seinem Fidecum Contrarian Value Euroland-Fonds „maßgeblich erhöht“ zu haben.

Seit dem Tag des EU-Referendums in Großbritannien am 23. Juni geriet die bereits angeschlagene Aktie der Deutschen Bank weiter unter Druck und erreichte mit einem Preis von rund €11 pro Aktie einen historischen Tiefpunkt.

„Für uns war der Kursverlust der Deutschen-Bank-Aktie von €16 auf €11 pro Aktie eine maßlose Übertreibung und nicht gerechtfertigt. Es gibt keinen Grund, warum die Deutsche-Bank-Aktie so hart abgestraft wurde“, so Schupp, der sich auf den Zeitraum nach dem Brexit-Votum bezieht und für seinen Value-Ansatz bekannt ist.

Deswegen habe der Fondsmanager, der bei Citywire mit einem A-Rating ausgezeichnet ist, die Situation der vergangenen Tage genutzt, Kursverluste ausgeglichen und die Position insgesamt um 1,5% erhöht. Laut des Factsheets per Ende Juni lag die Position der Deutschen Bank unter 3,8%.

Unlängst gab der Internationale Währungsfonds (IWF) an, dass die Deutsche Bank das größte systemische Risiko aller Banken aufweise. Ein Kollaps der Deutschen Bank würde also schwerwiegende Folgen für die Volkswirtschaft haben. Als Reaktion auf diesen Bericht gab die Aktie der Deutschen Bank massiv nach. „Der IWF hat aber nicht geschrieben, dass die Deutsche Bank gefährdet sei. Das ist ein großer Unterschied“, so Schupp.

Dabei sei der große Vorteil der Deutschen Bank gegenüber vielen Wettbewerbern, dass Deutschlands größtes Bankhaus eine EU-Zulassung habe. „Viele Konkurrenten besitzen eine UK-Zulassung. Sollte es tatsächlich zu einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) kommen, hätte die Deutsche Bank in der EU einen Wettbewerbsvorteil“, analysiert Schupp.

Mit einem Verlust von 45,3% seit Jahresanfang bei der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Bank der größte Verlierer des ersten Halbjahres im deutschen Leitindex.

„Sobald die Deutsche Bank aus den Schlagzeilen verschwindet, wird sich der Aktienkurs auch wieder stabilisieren und steigen“, ist sich der Fondsmanager sicher.

Der Fidecum Contrarian Value Euroland-Fonds erzielte in den vergangenen drei Jahren bis Ende Juni 2016 eine Wertsteigerung von 29,5% auf Euro-Basis. Die von Citywire vergebene Benchmark EURO STOXX TR EUR steigerte sich im selben Zeitraum um 28,1%.

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