Citywire - Für professionelle Investoren

Melden Sie sich an um unbeschränkten Zugriff zur Fondsmanager-Datenbank von Citywire zu bekommen. Die Anmeldung ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.

Hans-Peter Schupp verdoppelt Position bei kriselndem Erdöl-Zulieferer

Hans-Peter Schupp verdoppelt Position bei kriselndem Erdöl-Zulieferer

Value-Investor Hans-Peter Schupp hat seine Position bei Vallourec, einem französischen Hersteller von nahtlosen Stahlrohren, die schwerpunktmäßig für die Energiemärkte bestimmt sind, in seinem Fidecum Contrarian Value Euroland-Fonds auf 2% verdoppelt.

„Vallourec ist stark vom Erdöl und neuen Explorationen abhängig. Deswegen glauben wir nicht, dass der Kurseinbruch des Unternehmens aufgrund von strukturellen Problemen eingetreten ist, sondern eine Folge von konjunkturellen Schwierigkeiten“, erklärt Schupp seine Investition im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Vallourec machte unlängst negative Schlagzeilen: Anfang Februar gab das Unternehmen bekannt, es werde Werke in Frankreich, Deutschland und Schottland schließen und bis zu 1000 Stellen streichen. Wegen des immer weiter fallenden Ölpreises haben Kunden des französischen Unternehmens aus der Öl- und Gasindustrie ihre Investitionen zurückgefahren.

Das Unternehmen gab außerdem im Januar eine Kapitalerhöhung um €1 Milliarde bekannt. Der Kurs der Vallourec-Aktie ist seit Jahresbeginn um mehr als die Hälfte auf rund €4 gefallen. Im vergangenen April war eine Aktie noch als €26 wert gewesen. Mithilfe der Kapitalerhöhung will das Unternehmen bis 2020 einen zusätzlichen operative nGewinn von €750 Millionen einfahren.

Der bei Citywire mit + bewertete Fondsmanager glaubt, dass der Ölpreis in ein, zwei Jahren anziehen und das Unternehmen davon dann massiv profitieren werde.

Freude bei günstiger Renault-Aktie

Im Januar erhöhte Schupp außerdem seine Renault-Position um 0,5% im €285 Millionen schweren Fonds. Die Aktien des französischen Autobauers fielen im Januar zeitweise um fast 23% auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von €67 pro Aktie. Auslöser war ein Medienbericht, demzufolge eine Razzia in den Geschäftsräumen des Unternehmens stattgefunden hatte.

Schupp relativiert: „Durch die Meldung einer Razzia bei Renault wurden Investoren zunächst verunsichert, die Kurse sind gefallen. Die vermeintliche Razzia war aber eher eine Zusammenarbeit des Unternehmens mit den französischen Behörden.“

Der Preisverfall sei für den Value-Investor deswegen nicht nachvollziehbar gewesen. „Wir haben uns allerdings gefreut und Renault-Aktien für einen Wert von unter 70 Euro gekauft“, sagt der Gründer Fonds-Boutique Fidecum. Inzwischen steht der Kurs bei über €73.

Kommentar hinterlassen

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich um zu kommentieren. Die Registrierung ist kostenlos und wird nur ein bis zwei Minuten dauern.