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HSBC-Studie: Europäische Investoren sind führend bei ESG

HSBC-Studie: Europäische Investoren sind führend bei ESG

Eine Studie im Auftrag von HSBC zeigt, dass im internationalen Vergleich die europäischen Investoren führend sind, bei der Verfolgung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Demnach berücksichtigen rund 85% entsprechende Kriterien in ihre Anlageentscheidungen; in Asien sind es mit rund 40% nur etwa halb so viele, die eine ESG-Strategie verfolgen.

Auch auf Emittentenseite liege Europa vorne: Knapp 90% der Unternehmen verfolge eine Nachhaltigkeitsstrategie. Dies gelte insbesondere für Unternehmen mit einem Umsatz von über $10 Milliarden. In Hongkong (13%) und den USA (21%) seien es deutlich weniger.

Seit der Umfrage im Jahr 2017 habe sich die Lücke zwischen Investoren und Unternehmen in Europa geschlossen. „Der Druck der Investoren hat Wirkung gezeigt; das gilt vor allem für Europa, wo noch vor einem Jahr die Investoren zwar verstärkt nachhaltig investieren wollten, ihnen aber die Investitionsziele fehlten“, heißt es zu den Ergebnissen der Studie („Sustainable Financing and ESG Investing report“), durchgeführt von East & Partners.

Da die überwiegende Mehrheit der Investoren und Emittenten weltweit bereits eine Nachhaltigkeitsstrategie nach den ESG-Kriterien verfolge, dränge dieses Anlage-Konzept nun in den Mainstream.

ESG bringt höhere Returns

Für eine Vielzahl der befragten Unternehmensvertreter und institutionellen Investoren sei der häufigste Grund für eine ESG-Strategie der höhere finanzielle Return.

Der zweitgenannte Grund seien Steuervergünstigungen. Somit zahlen sich Bemühungen um Nachhaltigkeit immer häufiger in Euro und Cent aus. Für Unternehmen in Europa stünden außerdem selbstgesetzte Nachhaltigkeitsziele sowie der Druck von Investorenseite ganz oben auf der Liste. „Die Verschiebung in Richtung finanzieller Beweggründe zeigt, dass der Druck der Investoren wirkt und die Marktkräfte eine Verhaltensänderung erzeugt haben“, betont Daniel Klier, Head of Strategy und Global Head of Sustainable Finance von HSBC, Ergebnisse der Studie.

Keine Hürden für ESG?

Zwei Drittel (67%) der befragten Unternehmen sehen keine Hürden, ihre Sustainable-Finance-Aktivitäten zu erhöhen. Bei den Investoren zeige sich ein ähnliches Bild: Für 57% stehe einem Ausbau der Investitionen im ESG-Bereich nichts entgegen. Weniger als 10% der Investoren hätten speziell für ESG vorgesehene Budgets. Es sei zu erwarten, dass sich diese Anzahl im Jahr 2019 verdoppeln werde.

Jene Investoren, die Hürden sehen, nannten zu 58% die fehlenden Standards für ESG als Hindernisgrund. Gleiches hindere auch Emittenten weltweit daran, stärker auf Sustainable Finance zu setzen. Hier seien die europäischen Investoren keine Ausnahme

„Investoren klagen zudem nach wie vor über fehlende Investitionsobjekte, die sich durch eine mangelhafte Datentransparenz bei den Unternehmen nochmal verschärft hätten“, heißt es zudem in den Studien-Ergebnissen.

Die von HSBC in Auftrag gegebene Umfrage berücksichtigte 1.731 Unternehmen und Investoren weltweit. Die Sustainable-Finance-Studie wurde von East & Partners zum dritten Mal in Folge durchgeführt.

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