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Investmentsteuer-Reform: Darum ist der Publikumsfonds gegenüber dem Spezialfonds im Vorteil

Investmentsteuer-Reform: Darum ist der Publikumsfonds gegenüber dem Spezialfonds im Vorteil

Weil ab dem 1. Januar 2018 im Rahmen der Reform der Investmentbesteuerung - wie schon im gegenwärtigen Recht - der Spezialfonds viele Anforderungen erfüllen muss, um steuerlich als Spezialfonds qualifiziert zu werden, der Publikumsfonds aber keine Anlagebedingungen für die Qualifikation zum Publikumsfonds erfüllen muss, ist der Publikumsfonds im Vorteil. Das erklärt Funda Aydin-Schlüter, Leitung Steuern & Jahresberichte bei Metzler Asset Management, im aktuellen Portfolio Insight des Unternehmens.

„So hat der Gesetzgeber insbesondere diejenigen Vehikel, in die ein Spezial-Investmentfonds investieren darf, nach § 26 InvStG n.F. weiter stark eingeschränkt“, so Aydin-Schlüter, die hinzufügt: „Zudem hat er den Wertpapierbegriff enger gefasst.“

Dringend prüfen ob Handlungsbedarf im Portfolio besteht

Ab dem 1. Januar 2018 zählen Wertpapiere nur noch dann zu den erwerbbaren Vermögensgegenständen, wenn sie dem Wertpapierbegriff nach § 193 oder § 198 Kapitalanlagegesetzbuch genügen. Der sogenannte unbestimmte Wertpapierbegriff nach § 284 lasse sich unter Steueraspekten nicht mehr heranziehen.

„Diese Einschränkung kann für bestehende Spezial-Investmentfonds von Bedeutung sein, da eventuell in der Vergangenheit Investments mit vertraglichen Zusagen entsprechend der Definition des bisherigen Wertpapierbegriffs erworben wurden. Hier ist dringend zu prüfen, ob Handlungsbedarf für bestehende Portfoliostrukturen oder geplante Investments besteht“, erklärt Aydin-Schlüter.

Allerdings ermögliche das neue Gesetz dem Anleger auch die Möglichkeit, sich bei Spezial-Investmentfonds zwischen zwei Besteuerungsregimes zu entscheiden. Zum einen dem intransparenten und zum anderen dem semi-transparenten.

„Die Analyse des Portfolios kann ergeben, dass das intransparente Besteuerungsregime im Hinblick auf die Investitionen des Fonds attraktiver wäre“, so Aydin-Schlüter.

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