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Japan-Fondsmanager setzt auf Ende von Yen-Aufwertung

Japan-Fondsmanager setzt auf Ende von Yen-Aufwertung

Fondsmanager Ernst Glanzmann, der in seinem Julius Baer EF Japan-Fonds mehr als €2 Milliarden in japanischen Anlagen hält, sieht die jüngste Aufwertung des Yens nur als kurzfristigen Trend.

Die japanische Währung verteuerte sich in den vergangenen Wochen gegenüber dem Dollar und dem Euro. Das macht Produkte  japanischer Exporteure teurer und belastet zudem den Tourismus. Diese Verteuerung der Währung hat dazu geführt, dass einige Fondsmanager, darunter auch Jan Ehrhardt von DJE, Investitionen im Land reduziert haben.

„Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Aufwertung nachlassen und im Endeffekt wenig Auswirkung auf Unternehmensgewinne haben wird. Damit sollten sich Investoren befassen – dass die Investitionen nun besser sein könnten als bisher erwartet“, sagte Glanzmann im Gespräch mit Citywire Selector, der Schwesterseite von Citywire Deutschland und schließt sich der Aussage von Loys-Fondsmanager Christoph Bruns an, der in Erwartung einer Yen-Abwertung auf japanische Aktien setzt.

Rekord bei chinesischen Touristen

Zudem zeigen Daten der staatlichen Gruppe Japan National Tourism Organization einen Rekord im vergangenen Juli von chinesischen Reisenden nach Japan.

„Es wird vielleicht minimale Auswirkungen der stärkeren Währung auf manche Bereiche des Tourismus geben, aber eigentlich nichts Dramatisches. Wir sehen weiterhin stabile Zahlen von asiatischen Touristen, die nach Japan kommen“, so Glanzmann.

Ein großer Teich

In Japan zog die Industrieproduktion im August erstmals seit einem halben Jahr wieder an.

Vom Wirtschaftswachstum möchte Glanzmann profitieren und ist zu 21% in Konsum-Titeln investiert. „Der Konsumgüter-Sektor ist ein sehr großer Teich mit vielen Fischen. Es gibt dabei große, dicke Fische – ein Beispiel ist die Firma Notori, eine Art japanisches IKEA“, so Glanzmann. Notori macht 2,78% seines Portfolios aus.

Für Glanzmann bieten neben Konsumtiteln auch Industrie-Firmen gute Investitionsmöglichkeiten. Mit 25,1% machen diese die zweitgrößte Position nach Sektor-Aufteilung im Fonds aus. Der größte Vorteil von solchen Unternehmen sei, dass sie oftmals eine Nische dominieren und so mit niedrigen Markteintrittsbarrieren zu kämpfen haben.

Ein Beispiel eines solchen spezialisierten Unternehmens sei der Hersteller von Klimaanlagen, Daikin, der neulich in den US-Markt expandiert ist. „Dessen Strategie ist es, die Nachfrage am obigen Segment des Marktes zu befriedigen und nicht am unteren Ende, wo der Wettbewerb viel höher ist“, erklärt Glanzmann.

Über drei Jahre bis Ende Juli ist der Julius Baer EF Japan-Fonds auf Euro-Basis um 37,1% gestiegen. Seine von Citywire vergebene Benchmark, der Topix T, ist vergleichsweise um 41,3% gestiegen.

 

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