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"Jetzt das Risiko verringern", sagt PIMCOs Deputy CIO Mather

"Jetzt das Risiko verringern", sagt PIMCOs Deputy CIO Mather
Das null Prozent Zinsumfeld hat Investoren dazu veranlasst mehr auf Risiko zu setzen. In diesem Zusammenhang haben die monetären Lockerungen in den USA also funktioniert, sagt der von Citywire mit AAA-geratete Scott Mather. Jetzt sei jedoch die Zeit gekommen, um das Risiko zurückzuschrauben, da Assets ihre hohen Bewertungen erst einmal rechtfertigen müssten.

„Das könnte jetzt ein holpriger Weg werden. Unserer Meinung nach ist jetzt keine Zeit, um überdurchschnittliches Risiko zu gehen. Das haben wir auch in unseren Strategien reflektiert, was bedeutet, dass wir vermehrt in Qualität investieren und uns den sich ausweitenden Spreads im Unternehmensmarkt weniger aussetzen wollen,“ so der PIMCO CIO für US Core Strategien im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Der Portfoliomanager fügt hinzu, dass man in diesem Zusammenhang natürlich gewisse Verringerungen der möglichen Rendite hinnehmen müsse, man jedoch in anderen Bereichen einen guten Ausgleich dafür finde.

„Wir sind generell vorsichtiger eingestellt als in den vergangenen Jahren, doch wir sehen immer noch gute Möglichkeiten. Zum Beispiel finden wir, dass viele Emissionen von nichtstaatlichen US amerikanischen hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS), attraktivere Renditen als viele traditionelle Unternehmenssektoren bieten.“

Non-Agency Sicherheiten im Aufschwung

Der US Agency Markt, also staatliche Agenturen oder staatlich unterstützten Unternehmen Fanny Mae, Freddie Mac and Ginnie Mae, seien in den letzten Monaten signifikant preiswerter geworden, sagt Mather, der unter anderem den PIMCO Total Return Fonds managt.

„Wir hatte ein Untergewicht in hypothekenbesicherten Wertpapieren dieser Agencies. Das ist ungewöhnlich für uns, aber wir hatten die Verbilligung dieser staatlich geförderten Unternehmen antizipiert, was daher kommt, dass wir uns immer näher an einer neuen Entscheidung der Fed befinden,“ so Mather.

Der Portfoliomanager fügt hinzu, dass aufgrund der verringerten Nachfrage der Fed nach den staatlich geförderten Agencies, es mehr Angebot am Markt gebe. Das macht die Hypotheken billiger. Man habe deswegen vom Untergewicht in diesem Sektor profitiert.

Auf der anderen Seite halte man wiederum ein Übergewicht in Emissionen von nichtstaatlichen US amerikanischen MBS. Diese werden nicht durch die US-Regierung besichert.

„Nicht-Agency hypothekenbesicherten Wertpapiere funktionieren gut, da sich die US Wirtschaft in einem Aufschwung befindet. Den Hauspreisen geht es gut und auch die Beschäftigungssituation ist positiv. Das hat zu einer Verringerung bei Nichtzahlungen, sowie zu einem Fall von Zwangsvollstreckungen geführt.“

Brasilien reduziert

In anderen Bereichen des Fonds ist der Deputy CIO weniger positiv gegenüber Brasilien eingestellt als noch vor der Präsidentschaftswahl im letzten Jahr. Mather hatte das Land als eine „herausragende Bond-Wette in globalen Märkten“ bezeichnet.

„Wir haben unser Exposure in Brasilien signifikant reduziert. Letztes Jahr haben wir unser Exposure dort mehrmals erhöht und reduziert, da sich der Markt mit dem Sentiment der Investoren bewegt. Heute haben wir weniger als zehn Prozent, im Vergleich zu unserem höchsten Exposure in Brasilien im letzten Jahr.“

Mathers Ausblick ist positiver bei europäischen Finanzwerten, die von den jüngsten Entscheidungen der EZB profitieren könnten.

„Wir haben ein Übergewicht in europäischen Finanzwerten, welche wir immer noch mögen und in unserem Portfolio hinzufügen. Das europäische QE-Programm, zusammen mit der Initiativen der Re-Kapitalisierung wird die Risikoprämien reduzieren und die generelle Kreditqualität erhöhen.“

„Ich bin bei EU Finanzwerten für die nächsten Jahre positiv eingestellt. Das System wird re-kapitalisiert und bekommt viel Unterstützung von der monetären Lockerung,“ so Mather zusammenfassend.

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