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John Greenwood von Invesco: Drei Gründe, warum die US-Rallye weitergeht

John Greenwood von Invesco: Drei Gründe, warum die US-Rallye weitergeht

John Greenwood, Chefökonom beim Asset Manager Invesco, ist positiv gegenüber dem US-Aktienmarkt gestimmt und nennt drei Gründe, warum die Rallye in den USA auch in den kommenden Jahren anhalten wird.

Zum einen habe die USA seit der vergangenen großen Finanzkrise ein starkes Deleverage vollzogen und dahingehend im Vergleich zu anderen wichtigen Volkswirtschaften wie beispielsweise Japan einen großen Schritt vollzogen. „Die USA haben in den vergangenen sieben Jahren ein Deleverage vollzogen wie Japan innerhalb der vergangenen 25 Jahre“, sagt Greenwood beim European Press Trip von Invesco in Winsdor bei London.

Zum anderen würde selbst eine inverse Zinskurve nicht zwingend den Beginn einer Rezession kennzeichnen: „Deutschland hatte beispielsweise bei seinen vergangenen drei Rezession kein einziges Mal eine inverse Zinskurve.“ Umgekehrt gebe es Beispiele von Volkswirtschaften mit einer inversen Zinskurve, die aber keine Rezession erlebt haben, wie Australien. Deswegen sei die Zinskurve kein guter Ratgeber für den Beginn einer möglichen Rezession.

Inflation? Aktuell keine Gefahr

Die Gefahr einer anziehenden Inflation bezeichnet Greenwood zwar als durchaus gefährlich. Derzeit sieht er aber keine Anzeichen für das Anziehen der Inflation in den USA. Das Shiller PE Ratio könne man dabei als Ratgeber für den Inflations-Anstieg laut Greenwood nicht sinnvoll anwenden.

Dass die Bewertungen vieler US-Aktien aktuell hoch seien, stimme zwar. Aber Investments müsse man immer im Verhältnis sehen. „Und Aktien generell und US-Aktien insbesondere sind im Verhältnis zu Anleihen sogar noch unterbewertet. Es herrscht keine Blase am US-Aktienmarkt. Denn derzeit haben wir sehr niedrige Zinsen, die die hohen Assetpreise rechtfertigen. Wir haben es nicht wie 2008 mit einer rapide anziehenden Verschuldung und Zinsen auf normalem Niveau zu tun“, sagt Greenwood.

Der Chefökonom kommt zum Schluss, dass die Rallye von US-Aktien durchaus noch zwei bis vier Jahre andauern könne. Denn so lange würde der Business Zyklus noch andauern können. „Die US-Rallye wird sich fortsetzen. Ich sehe keine Anzeichen dafür, dass die Wall Street crashen oder eine Rezession beginnen wird.“

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