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Kosten und Transparanz: Wie Vanguard mit ETF-Angebot von MiFID II profitieren möchte

Kosten und Transparanz: Wie Vanguard mit ETF-Angebot von MiFID II profitieren möchte

Transparenz und Kostenfokus rückten durch MiFID II noch mehr in die Anlageentscheidungen der Kunden, was verstärkt Chancen für kostengünstige ETF-Produkte biete. Dies ist die Meinung von Sebastian Külps, Head of Business Development für Deutschland bei Vanguard.

„Der Trend von ETFs lässt sich unserer Meinung nach dahingehend erklären, dass die Kunden über die letzten Jahre verstärkt auf die Kosten ihrer Anlage achten. So sehen wir in den USA schon seit Jahren erhebliche Mittelabflüsse auch bei aktiven Produkten aus den teuersten drei Quartilen hin zu günstigeren aktiven Fonds“, so Külps im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Vanguard arbeite durch seine Firmenstruktur zu geringstmöglichen Kosten und gebe Skaleneffekte an die Endkunden weiter. So senkte das Unternehmen die Kosten von 40 Basispunkte im Jahr 2009 auf heute 20 Basispunkte.

„In der Welt von MiFID II werden in Deutschland Kosten und Transparenz noch wichtiger. Kunden können die Märkte nicht kontrollieren, was sie beeinflussen können sind jedoch die Kosten ihrer Anlage, um die Nettoperformance zu steigern“, erläutert Külps.

ETFs würden von einem günstigen Preis und zeitgleich hoher Transparenz profitieren. Besonders in der langfristigen Anlage wirke sich ihr Kostenvorteil über den Zinseszinseffekt aus. Diesen Unterschied könne aktives Management nur schwer aufholen.

„Insbesondere bei Sparplänen kommen unsere Produkte zum Einsatz. Eine langfristige, disziplinierte Anlage ist das Beste für den Kunden. Dieser Anlagephilosophie folgen wir auch bei unserer Produktgestaltung“, betont Külps.

 

Verantwortung als passiver Investor

Eine Ausübung der Stimmrechte und die damit einhergehende treuhänderische Verantwortung als ETF-Anbieter sehe Vanguard als wichtig und richtig an. Deswegen hat der Asset Manager im Februar 2018 ein eigenes Investment Stewardship Team für Europa gestartet.

„Hier wollen wir unsere Ressourcen weiter ausbauen und den direkten Dialog mit Mitgliedern der Aufsichts- und Führungsgremien börsennotierter Unternehmen in Europa weiter stärken“, beteuert Külps.

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