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LBBW senkt Konjunktur-Prognose deutlich

LBBW senkt Konjunktur-Prognose deutlich

Das Research der LBBW korrigiert die Konjunkturaussichten für Deutschland für das 2. Halbjahr 2018 deutlich nach unten. „Wir senken die Prognose für Deutschland von 2,3 auf 1,9% und für die Eurozone von 2,3 auf 2,0%“, so Chefvolkswirt Uwe Burkert.

Nach wie vor seien die Aussichten für das kommende Jahr aber gut. Es gebe keinerlei Anzeichen eines Abschwungs oder gar einer Rezession, jedoch führe steigende politische Unsicherheit zu einer Zurückhaltung, die das Ende der jahrelangen Booms einleite. Mit Inflations- und Zinssorgen, Donald Trumps Handelsstreit und Italien als das „neue alte Sorgenkind der EU“ seien auch für das zweite Halbjahr politische Risiken vorhanden.

Trotz zunehmendem Populismus in den westlichen Ländern sehe Burkert für Schwarzmalerei aber keinen Grund: In Europa hätten sich einige fundamentale Kennziffern seit der Eurokrise durchaus verbessert. Auch bei den Leistungsbilanzen sei eine Trendwende erreicht worden: „Es gibt keine PIIGS mehr. Vier der fünf Peripherieländer haben im vergangenen Jahr einen Überschuss generiert. Und selbst Griechenland lag nur noch leicht im Minus“, so der Volkswirt.

Chancen an den Aktienmärkten - DAX bei 14.000

Besonders für die Werte des DAX sowie für den US-Leitindex Dow Jones sei noch immer Aufwärtspotenzial vorhanden. Die LBBW sehe den DAX Ende 2018 bei 14.000 Punkten und den Dow Jones bei 27.000 Punkten. Damit bestätigt das Haus die Prognose vom Jahresanfang.

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen dürften aus Sicht des LBBW Research Ende 2018 bei 0,6% liegen. Auch die Aussicht auf niedrige Bond-Renditen und damit hohe Anleihepreise schaffe Raum für höhere Bewertungen an den Aktienmärkten.

Für die Rohstoffmärkte erwarte das LBBW Research beim Goldpreis nur leichtes Aufwärtspotenzial. Den Preis für die Rohölsorte Brent erwarten die Analysten in den kommenden Monaten stabil bei etwa $75 je Barrel.

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