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MainFirst EM-Fondsmanager hält an Russland fest

MainFirst EM-Fondsmanager hält an Russland fest

Für Schwellenländer gab es dieses Jahr einige große Ereignisse, die sich die Stimmung an den Märkten ausgewirkt haben. Eines der größten Themen für den MainFirst-Anleihefondsmanager Thomas Rutz ist die Lage in Russland, da er in diesem Jahr dort eine große Investition getätigt hat.

„In Russland wurde man als Investor Anfang des Jahres nicht adäquat bezahlt. Daher waren wir relativ zur Benchmark untergewichtet. Durch die ‚Krim-Krise‘, kam es zu einem unkontrollierten Sell-off am Markt und wir haben die Korrektur genutzt, um unsere Allokation auszubauen“, so Rutz im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Rutz, der den MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fonds co-managt, fügt hinzu, dass die Position in Russland zu dieser Zeit fast verdoppelt wurde und aktuell bei 15% liege.

Man hätte insbesondere in Investment Grade Titel investiert, die staatsnah seien und somit auch einer möglichen Krise standhalten würden.

„Wir haben unter anderem in Gazprom Neft investiert, einer Tochterfirma von Gazprom. Wir haben ebenfalls in das staatliche russische Mineralölunternehmen Rosneft investiert, da diese Firmen den Rückhalt des Staats haben“, so Rutz der den Fonds mit Cornel Bruhin und Dorothea Fröhlich co-managt.

Das Exposure in Gazprom Neft liegt zum Ende Oktober bei 1,9%, Rosneft liegt bei 1,6%. Des Weiteren habe man auch in russische Finanzwerte investiert, somit ist Sberbank, die größte Finanzinstitution Russlands, ebenfalls eine Position im $670 Millionen großen Portfolio.

Nach dem Abschuss der Passagiermaschine über der Ostukraine und den damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russlands hätte es zwar eine zweite große Korrektur gegeben, sagt Rutz, jedoch halte man weiter an den 15% im Portfolio fest.

„Wir sehen derzeit keinen Grund für einen ‚Total Fallout‘ in Russland und wollen die Position derzeit im gesamten Portfoliokontext halten. Aktuelle Bewertungen kompensieren für sehr viel Risiko und in einem normalisierten Umfeld sehen wir großes Upside-Potential“, so Rutz.

Erhöhung der Portfolio-Titel

Mit Blick auf das Cash-Level des Portfolios halte man derzeit etwa 2%, was etwas mehr sei als sonst. Grund dafür ist ein volatileres Umfeld.

„Wir haben über die letzten paar Wochen etwas mehr Cash gehalten, da die Zeit volatil war und wir vorsichtig sein mussten, da man nicht genau wusste wohin der Markt geht. In der Regel sind wir voll investiert, da für unser Kunde das Markttiming beim Einstieg in unser Produkt  entscheidend ist.“

Derzeit habe man etwa 182 Titel im Portfolio, der Fokus liege auf Öl und Gas Firmen, man müsse aber darauf achten, dass die Firmen ihre Kosten unter Kontrolle haben. Eine Drilling und Offshore Firma sei hier interessant sagt der Fondsmanager.

Odebrecht Drilling macht derzeit rund 1,7% des Portfolios aus. An erster Stelle steht Rio Oil mit 2,3%.

„Die brasilianische Firma Odebrecht ist für uns eine gute Opportunität, da diese mit dem brasilianischen halbstaatlichen Mineralölunternehmen Petrobras in Verbindung steht. Die Obligation, die wir halten ist zusätzlich pfandgesichert und durch einen 15-jährigen Vertrag mit fixierten Tagesraten mit Petrobras gesichert. Der Cashflow garantiert die Zinsen, sowie vierteljährliche Teilrückzahlungen,“ so Rutz.

Über die letzten drei Jahre, bis Ende Oktober 2014, konnte der MainFirst – Em Markets Corp Bond Fund Bal A einen Gesamtertrag von 15,49% in Euro erzielen. Seine Citywire Benchmark, der Cust Index CS JPM CEMBI stieg um 10,19% über denselben Zeitraum.

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