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M&Gs Calich kürzt US-Duration, um sich gegen höheren Zinsen abzusichern

M&Gs Calich kürzt US-Duration, um sich gegen höheren Zinsen abzusichern

Claudia Calich von M&G hat die US-Duration in ihrem Emerging Markets Bond Fonds gekürzt, um sich gegen eine früher als erwartete Zinserhöhung abzusichern.

Die Schwellenländer-Expertin sagte im Gespräch mit Citywire, während der Citywire Berlin 2014 Veranstaltung, dass sie die Duration im M&G Emerging Markets Bond Fonds im September um ein Jahr gekürzt habe.

„Wir sind der Meinung, dass die Fed die Zinsen möglicherweise früher als erwartet erhöhen könnte. Deswegen glauben wir, dass es der richtige Zeitpunkt war um die US-Duration zu trimmen“, so die Fondsmanagerin.

In anderen Bereichen des Fonds bleibt Calich in Kolumbien weiterhin mit einem Übergewicht investiert (5,2% des Portfolios), ebenso wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten (4,8%).

„In Kolumbien wird man für das Risiko der lokalen Zinsen adäquat bezahlt. Wir haben gute Opportunitäten gefunden, insbesondere im Öl- und Telekommunikationssektor, wo man bei Anleihen einen attraktiven Spread bekommt“, so Calich.

Die Portfoliomanagerin hat ebenfalls eine starke Präferenz für Banken in Saudi-Arabien und Abu Dhabi.

„Wir sind in einer staatlichen Saudi-Arabischen Firma investiert, die momentan von dem Überschuss des Landes profitiert. Wir mögen Banken in Abu Dhabi, da diese systemische Banken sind und eine wirtschaftliche Krise somit überstehen würden.“

Bei Ghana und der Ukraine ist Calich wiederum skeptisch und will die Länder vermeiden.

„Ich bin skeptisch hinsichtlich der fiskalischen Anpassungen in Ghana. Wenn sie nicht bald etwas verändern und liefern, dann wird der IMF nicht in der Lage sein, die Wirtschaft des Landes zu unterstützen.“

Währungsgeschäfte

Hinsichtlich der Währungen im Fonds ist Calich derzeit Long beim mexikanischen Peso, dem indischen Rupie und chinesischen Renminbi.

„Der mexikanische Peso wird von der Erholung der US-Wirtschaft profitieren. Wir mögen diese Währung auch, da sie sehr liquide ist“, sagte Calich.

In Bezug auf Indien sagte die Portfoliomanagerin, dass die Zentralbank die Aufwertung und Abwertung der Währung verhindern würde. „Auch von einer makroökonomischen Perspektive re-strukturiert das Land sein Defizit.“

Die Schwellenländer-Expertin fügte hinzu, dass der chinesische Renminbi als Währung nicht so volatil sei und das Land gute Exportzahlen gezeigt hätte, auch wenn die Wirtschaftszahlen in der letzten Zeit etwas niedriger waren.

Vorsicht bei Russland

Laut Calich wird die Ausdauer von Schwellenländer-Märkten 2015 getestet, wenn die Fed die Zinsen erhöht und geopolitische Spannungen in verschiedenen Regionen weiterhin das Umfeld bestimmen.

„Schwellenländer-Zinsen passen sich gerade an. Zentralbanken haben kürzlich die Zinsen erhöht und insgesamt ist die Ausdauer in Bezug auf zukünftige Abflüsse größer.“

Geopolitische Risiken seien jedoch schwerer vorauszusehen, sagte sie. „In Russland haben politische Spannungen eine große Auswirkung auf die Wirtschaft. Aber in Thailand hat der militärische Coup die Situation nicht wirklich beeinflusst.“

Die Fondsmanagerin ist weiterhin in Gazprom investiert, sowie in einer anderen Telekommunikationsfirma in Russland, da diese weiterhin Anleihen anbieten und attraktive Renditen erzielen.

„Wir sind vorsichtig bei Russland und haben kein Exposure in Banken, die von den westlichen Sanktionen betroffen sind“, sagte Calich zusammenfassend.

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