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Marc Faber stockt Gold-Exposure auf

Marc Faber stockt Gold-Exposure auf

Der Crash-Prophet und Autor Marc Faber sieht weiterhin keine positiven Impulse für die Weltwirtschaft und erhöht nach dem Verfall des Goldpreises seinen Anteil am Edelmetall.

Trotz verschiedener politischer Unruhen konnte der Goldpreis in letzter Zeit seinen Preis nicht mehr verteidigen und kostet derzeit so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Aufgrund dieses Preisrutsches musste auch der bekannte Investor in seinem Portfolio, das in der Regel ein Viertel in Gold hält, Verluste hinnehmen.

„Da der Goldpreis gegen andere Assets im Portfolio gefallen ist, ist der Anteil in den letzten Wochen unter 20% des gesamten Portfolios gefallen“, erklärte Faber, Herausgeber des „Gloom, Boom and Doom Reports“ im Exklusiv-Gespräch mit Citywire Deutschland.

„Ich habe heute wieder physisches Gold gekauft und habe die Absicht, den Anteil wieder auf 25% zu erhöhen.“

Minenunternehmen würden zu den günstigsten Aktien weltweit gehören, dennoch sei eine weitere Korrektur nicht auszuschließen. So würde der inzwischen in Bangkok beheimatete Investor noch abwarten, bis es zu einer „konkreten“ Rallye bei den Aktien kommt.

„Eine Opportunität bei Goldminen ist bestimmt noch zu haben, nur muss man ein hohes Risiko in Kauf nehmen, dass es noch zu einer großen Konsolidierung unter den großen Unternehmen kommen könnte,“ warnte er.

Mangelnde Value-Opportunitäten

Neben seiner 20% bis 25% Position in Gold investiert Fabers Portfolio überwiegend in Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern und Immobilien. Zusätzliche 20 bis 25% sind in liquide Assets wie Bargeldbestände und US-Treasuries investiert, was für den Investor eine relativ hohe Pufferquote ist. 

„Die Märkte fallen weiterhin und man kann nicht ausschließen, dass es zu einem völligem Ausverkauf der Kapitalanlagen kommen könnte“, antwortete der Investor auf die Frage, was er als das größte Risiko im nächsten Halbjahr für sein Portfolio sieht.

„Investoren könnten entscheiden, ihre Investitionen komplett zu verkaufen. Der Auslöser dafür müsste nur eine Änderung in der Psychologie der Investoren sein. Da die Liquidität global immer geringer wird, ist ein solcher Effekt nicht auszuschließen.“

China-Aktien halbiert

Unter den billigsten Aktienmärkten nennt Faber Irak, Russland und Brasilien. In den beiden erstgenannten Ländern ist er bereits investiert. Außerdem seien Aktien der Casinos aus Macao interessant.

Am zuletzt stark gefallenen chinesischen Aktienmarkt sieht der Investor jedoch keinen Grund, warum es nicht zu weiteren Verlusten kommen könnte. Seinen Anteil an chinesischen Aktien, der bereits niedrig war, hatte der Investor im letzten Monat halbiert.

Auch in Europa seien gute Bewertungen kaum noch zu finden. Nachdem er 2012 erstmals europäische Aktien gekauft hatte, hat Faber seine Position wieder zurückgefahren. Heute repräsentieren nur noch ausgesuchte Versicherungen, Telekommunikationsunternehmen und Schweizer Standardwerte den europäischen Aktienmarkt seines Portfolios. Dagegen bevorzugt der schweizer Investor Südostasien und nennt Vietnam, Laos und Kambodscha als seine Investitionsziele.

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