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Marc Renaud setzt weiter auf starkes Rohstoff-Übergewicht

Marc Renaud setzt weiter auf starkes Rohstoff-Übergewicht

Die Öl- und Rohstoffpreise befinden sich aktuell im Keller. Dennoch hat Marc Renaud in seinem €713 Millionen schweren Mandarine Valeur-Fonds Rohstoffe um rund 10% übergewichtet. „Je länger der Ölpreis niedrig ist, desto schneller und steiler wird der Preisanstieg. Und dann werde ich mit meinem Portfolio davon sehr profitieren“, sagt der Fondsmanager von Mandarine Gestion.

„Die Öl- und Rohstoffpreise sind derzeit unter den Kosten für die Produktion, das kann nicht so weitergehen. Wenn, wie im Fall von Shell, die Produktion nicht mehr rentabel ist, dann stoppt der Produzent die Investitionen. Aber Angebot und Nachfrage werden sich wieder annähern“, so Renaud, der etwa 13,5% seines Portfolios in Rohstoffe investiert. Die Benchmark, der Stoxx Europe 600 DR, hat nur rund 3% in Rohstoffe investiert.

Die drei Top-Positionen seines Fonds stammen alle aus dem Rohstoff-Sektor: BHP mit 5,4%, Anglo American mit 5,3% und ArcelorMittal mit 5,1%. „Mehr werde ich aber nicht im Rohstoff-Sektor investieren. 10% mehr als der Index zu haben, ist schon sehr aggressiv. Ich glaube aber sehr daran, dass es hier viele Möglichkeiten gibt, Geld zu machen“, sagt Renaud.

US-Zinserhöhung würde Portfolio helfen

Bei der Erholung der Rohstoffpreise spielen vor allem zwei Faktoren eine große Rolle: China und die Zinserhöhung der Fed. „Die Erhöhung der US-Zinsen würde mir sehr helfen“, gibt Renaud zu. Generell war es ein schwieriges Jahr für den Value-Manager, der sagt: „Das schlimmste Szenario für Value-Manager war in den ersten drei Monate des Jahres zu sehen: Ein Bullenmarkt mit defensiven Aktien.“ Deswegen hatte Renaud in seinem Fonds in diesem Jahr bisher Abflüsse von €140 Millionen zu verzeichnen.

„Ich bin sehr unzufrieden mit der Performance, die ich in den letzten Monaten hatte“, sagt Renaud. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hatte sein Fonds bis August eine Wertsteigerung von 0,12%. Die durchschnittliche Steigerung in diesem Sektor lag bei 10,28%. Renaud glaubt aber weiterhin an eine Steigerung der Rohstoffpreise und damit auch an eine Verbesserung seiner Performance.

„Ich denke, Rohstoffe sind wie Banken vor vier Jahren. Der Zeitpunkt, wann die Rohstoffpreise hochgehen, ist aber sehr unsicher. Man muss gute Nerven haben – und das haben meine Kunden auch. Wir brauchen gute Nachrichten für den Rohstoff-Sektor oder China, bevor sich der Markt erholt“, sagt der Fondsmanager.

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