Citywire - Für professionelle Investoren

Melden Sie sich an um unbeschränkten Zugriff zur Fondsmanager-Datenbank von Citywire zu bekommen. Die Anmeldung ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.

Mark Mobius erwartet Crash und US-Korrektur von bis zu 30%

Mark Mobius erwartet Crash und US-Korrektur von bis zu 30%

Mark Mobius, Schwellenländer-Veteran und ehemaliger Executive Chairman und Fondsmanager bei Franklin Templeton, hat in einem Interview mit Financial News geäußert, dass er derzeit eine Marktkorrektur von bis zu 30% erwarte. Der 81-Jährige glaube, dass der US-Markt auf einen deutlichen Rückgang eingestellt sei.

Eine ensprechende Korrektur würde die Gewinne der letzten zwei Jahre im Wesentlichen zunichte machen. Für Mobius weisen „alle Indikatoren“ auf einen starken Rückgang des S&P500 und des Dow Jones Industrial Average hin. „Ich sehe einen Rückgang von 30%“, sagte Mobius im Interview.

Wenn sich das Vertrauen der Verbraucher - wie in den USA - auf einem Allzeithoch befinde, sei das kein gutes Zeichen. „Der Markt sieht aus, als würde er auf einen Auslöser warten, der ihn zum Einsturz bringen wird. Sie können nicht vorhersagen, was dieses Ereignis sein könnte - vielleicht eine Naturkatastrophe oder ein Krieg mit Nordkorea.“

Die Gefahr durch ETFs

So befüchte Mobius, dass ein entsprechender Rückgang durch den Einfluss von einem zunehmenden Einsatz von passiven Produkteni verstärkt würde, auf die fast die Hälfte des gesamten Handels mit US-Aktien entfalle.

Seine Bedenken sind, dass ETFs bei fallenden Märkten weitere Kursverluste auslösen würden. „ETFs repräsentieren einen so großen Teil des Marktes, dass sie die Situation verschlimmern würden, sobald die Märkte zu fallen beginnen“, betonte Mobius. „ETFs nutzen Computer und Algorithmen, die rund um die Uhr arbeiten und das erzeugt letztendlich einen Schneeballeffekt. Es gibt kein Sicherheitsventil, um weitere Stürze zu verhindern, und dieser Fall könnte sehr schnell eskalieren.“

Neuer Abschnitt mit eigenem Unternehmen

Zusätzlich sei die Politik von US-Präsident Donald Trump ein deutlicher Beitrag zur Stimulierung der Wirtschaft - bei Erfolg zahle sich diese in kurzfristig steigenden Märkten aus. „Aber wenn der US-Markt fällt, dann sind alle in Schwierigkeiten.“

Mobius hatte zu Beginn dieses Jahres bekanntgegeben, seine Investment-Karriere zunächst zu beenden. Bereits im Februar folgte dann sein „Comeback“. Bei einem Media Briefing in Mumbai erklärte Mobius, dass er in Kürze seine eigene Firma und einen ESG-Fonds starten werde. Mit diesem Fonds wolle er laut Medienberichten Unternehmen in den Entwicklungsländern zur Verbesserung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung verhelfen. Er habe entsprechend seine eigene Vermögensverwaltungsfirma Mobius Capital Partners gegründet.

Kommentar hinterlassen

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich um zu kommentieren. Die Registrierung ist kostenlos und wird nur ein bis zwei Minuten dauern.