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Michael Hasenstab bereitet sich auf einen rasanten Sprung der Zinsen vor

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Michael Hasenstab bereitet sich auf einen rasanten Sprung der Zinsen vor

Der Anleihe-Experte und Fondsmanager Michael Hasenstab von Franklin Templeton erwartet einen rasanten und bedeutenden Sprung der Zinsen. Investoren hingegen, die davon ausgehen, dass sich die Bilanzen der Fed geschmeidig abwickeln werden, hält er für töricht.

In einer Forschungsarbeit mit dem Titel „The Long Unwinding Road“ betont Hasenstab, dass die Pläne, die Bilanz der Zentralbank zu verkleinern, zu spät sein könnten. „Die mehrjährige massive Ausweitung der Bilanz der US-Notenbank hatte einen starken Effekt auf die Anlagemärkte, der die Renditen senkt und die Renditekurve verflacht“, so Hasenstab. Dennoch scheinen Anleger jetzt zu erwarten, dass der umgekehrte Prozess, wenn überhaupt, nur geringe Auswirkungen haben werde.

„Wir glauben, dass drei Faktoren das Potential haben, die Anleiherenditen zu erhöhen - jeder einzelne könnte ausreichen, um die Renditen weit über die aktuellen Markterwartungen hinaus zu erhöhen, und wir sehen kaum eine Chance, dass keine von ihnen eintreten wird“, so Hasenstab, der unter anderem den rund €15 Milliarden schweren Templeton Global Bond-Fonds verwaltet.

1. Neue Käufer, bitte

Bricht die Fed als Käufer weg, müssen neue Käufer einspringen, um den Markt für US-Treasuries im Gleichgewicht zu halten.

„Unsere Analyse zeigt, dass die Belastung unverhältnismäßig stark bei inländischen, preissensiblen Käufern wie Banken, Investmentfonds, Pensionsfonds und Unternehmen sinken wird. Damit diese Käufer ihre Nachfrage steigern können, müssen die UST-Preise (United State Rates) fallen und die Renditen steigen.“

2. Die Bank reserviert Rückstand

Die Überschussreserven der Banken werden in den kommenden Jahren äußerst hoch bleiben. Das Risiko einer unerwartet hohen Beschleunigung der Kreditvergabe, die das Wachstum weiter anfachen und die Inflation steigern könnte, steigt.

„Eine tief verwurzelte und sich verschärfende wirtschaftliche Erholung wird den Banken einen wachsenden Anreiz geben, das Kreditangebot zu erhöhen - umso mehr, als die Finanzregulierung im kommenden Jahr wahrscheinlich gelockert wird.

Mit einem stärkeren globalen Wachstum und einem gestärkten Vertrauen dürfte auch die Kreditnachfrage steigen. Dies unterstreicht das Risiko einer unerwartet schnellen Kreditbeschleunigung, die das Wachstum weiter stimulieren und die Inflation erhöhen könnte.“

3. Inflationsängste

Lohn- und Preisdruck dürften nicht noch länger gedämpft bleiben „Ich bin nicht überzeugt davon, dass die Preis-Phillips-Kurven dauerhaft abgeflacht sind. Darüber hinaus haben sowohl Lohn- als auch Preisentwicklungen eine starke globale Komponente, und die Inflationstrends in der Weltwirtschaft dürften nun stärker werden.“

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