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Michael Hasenstab: „Die jüngsten Entwicklungen der Aktienmärkte sind kein Grund zur Panik“

Michael Hasenstab: „Die jüngsten Entwicklungen der Aktienmärkte sind kein Grund zur Panik“

Laut Michael Hasenstab, Executive Vice President und Chief Investment Officer von Templeton Global Macro bei Franklin Templeton Investments, seien die jüngsten Entwicklungen der Aktienmärkte kein Grund zur Panik. „Allerdings deuten sie meiner Ansicht nach darauf hin, dass sich bei börsengehandelten Fonds gerade eine hohe Verschuldung aufbaut, deren Ausmaß noch völlig im Dunkeln liegt“, betont Hasenstab in einem aktuellen Franklin Templeton Podcast „Talking Markets“.

In den USA haben die jüngsten Veränderungen in der US-Politik das ohnehin schon kräftige Wachstum weiter beschleunigt. „Die wichtigste Veränderung ist wohl die Deregulierung, die von der aktuellen US-Regierung und dem Kongress vorangetrieben wird - wahrscheinlich hat die bisherige Regulierung die Investitionstätigkeit massiv gebremst und dazu beigetragen, dass seit der globalen Finanzkrise umfangreiche Investitionen ausgeblieben sind“, erläutert Hasenstab.

Es sei zu erwarten, dass viele Sektoren, etwa Finanzen bis hin zum Gesundheitswesen, unter einer erdrückenden Regulierungslast leiden. Aus Hasenstabs Sicht werde daher von der Deregulierung ein deutlicher Wachstumsimpuls ausgehen - auch verstärkt durch das zeitgleiche Einsetzen der Steuersenkungen in den USA und der Rückführung von Kapital aus dem Ausland. Vereint mit der brummenden Wirtschaft ergebe sich eindeutig ein recht optimistischer Wachstumsausblick für 2018.

Kaum Veränderungen durch Zinserhöhungen, aber Inflation

„Die Fed, die bislang 25% unseres Defizits finanziert, wird sich aus dem Markt zurückziehen. Das wird vermutlich deutliche Spuren am Markt für Staatsanleihen hinterlassen.“ Zudem gebe es Anzeichen für eine langsame Beschleunigung der Inflation.

„Die Lage am Arbeitsmarkt ist extrem angespannt und wird durch die einwanderungsfeindliche Politik der Regierung weiter verschärft“, fügt Hasenstab hinzu. All diese Aspekte kommen zusammen, wenn sich das Wachstum beschleunige. Die Inflation werde dadurch zulegen und die Renditen von Staatsanleihen werden zwangsläufig steigen.

Der Arbeitsmarkt dürfte die Inflation insbesondere anheizen, da mit der Vollbeschäftigung auch die Arbeitsmarktdaten immer besser werden, was sich langsam in einem Lohnanstieg niederschlägt. Gleichzeitig sorge die USA selbst für eine Verknappung des Arbeitskräfteangebots und lenke mit ihrer extrem einwanderungsfeindlichen Politik die Angebotskurve in die falsche Richtung. „Die Inflation wird weiter steigen!“

Da die Fed für die Bankenregulierung zuständig ist und diese vermutlich gelockert werde, erwartet Hasenstab, dass die schrittweisen Zinserhöhungen kaum nennenswerte Veränderungen bewirken werden.

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