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Milliarden-Segen: Diese Fonds erzielten die größten Zuflüsse im dritten Quartal

Gleich mehrere Fonds konnten innerhalb von nur drei Monaten mehr als eine Milliarde Euro einsammeln.

Die Gewinner einer Boom-Phase

Für Publikumsfonds war das dritte Quartal ein spektakuläres, denn es folgte auf den Brexit. Daher ist es interessant, zu erörtern, wie sich die Zuflüsse in diesem Zeitraum entwickelt haben.

Die erste Jahreshälfte war eher problematisch verlaufen: Aus allen Publikumsfonds in der Citywire-Datenbank, die in Deutschland zugelassen sind, waren im ersten Quartal €17,9 Milliarden abgeflossen (*); im zweiten Quartal waren es noch €10,8 Milliarden Nettoabflüsse.

Die Trendwende erfolgte dann interessanterweise zur Jahreshälfte: Nachdem im Juni nach dem Brexit noch €15,3 Milliarden aus den in Deutschland zugelassenen Fonds abgeflossen waren, flossen im Juli bereits wieder €11,8 Milliarden zu. Im gesamten dritten Quartal verzeichneten Fonds sogar einen Nettozufluss von €27,5 Milliarden.

In zweiten Teil unserer Analyse untersuchen wir die Gewinner dieser Entwicklung: Fünf Fonds, die allesamt mehr als eine Milliarde Euro einsammeln konnten.

(*) Die Abflüsse werden berechnet basierend auf der Größe der Assets under Management, bereinigt von Performance-Effekten.

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5. Zuflüsse in Höhe von: €1,3 Milliarden

Fonds: Pictet-Global Emerging Debt-P USD
Fondsmanager: Simon Lue-Fong
Volumen: €7,5 Milliarden
Dreijährige Performance bis 30.9.: 22,0% (Sektordurchschnitt Schwellenländer Global Harte Währung: 20,7%)
Auflagedatum: 13. April 1999

Der Pictet Global Emerging Debt Fonds erlebte einen verhaltenen Jahresstart, als er im ersten Quartal €44 Millionen Euro verlor. Im Frühsommer drehte die Stimmung für Schwellenländer jedoch, und der Fonds konnte €331 Millionen Euro einsammeln. Der richtige Durchbruch gelang dem Fonds dann nach dem Brexit-Votum Ende Juni, als die Notenbanken signalisierten, dass sie zur Beruhigung der globalen Märkte ihre expansive Geldpolitik fortsetzen würden. Damit schwand auch die Sorge vieler Anleger vor einem raschen Zinsanstieg in den USA, was insbesondere Schwellenländern zugutekam und sowohl Performance als auch Zuflüsse kräftig anzogen.

Zusätzlich zu diesem Rückenwind für den Sektor der Schwellenländer konnte der Fonds noch zwei weitere Stärken nutzen: Zum einen sein Ansatz als Fonds für Hartwährungsanleihen, die in den Vormonaten eine gute Performance erreicht hatten, aber für die die Sorgen um einen Zinsanstieg in den USA besonders hoch waren, da sie nach einem Zinsanstieg besonders viel Potential für Kursverluste gehabt hätten. Somit löste die erwartete Verschiebung des US-Zinsanstiegs hier besonders stark die Bremse für Anleger.

Zudem ist der Fonds seit langem für seinen defensiven Anlagestil bekannt und profitiert insbesondere in komplizierten Marktphase, wie in den vergangenen Monaten, als verschiedene Risiken von Terroranschlägen bis zur US-Wahl Anleger latent verunsicherten. Bei Pictet heißt es daher, dass viele langjährige Anleger, die den Fonds bereits kannten und lange beobachteten in dem für den Fonds günstigen Klima zuletzt zurückkamen und somit für Zuflüsse von €1,3 Milliarden sorgten.

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4. Zuflüsse in Höhe von: €1,4 Milliarden

Fonds: Carmignac Sécurité A EUR acc
Fondsmanager: Keith Ney
Volumen: €10,1 Milliarden
Dreijährige Performance bis 30.9.: 6,2% (Sektordurchschnitt kurze Laufzeit Euro: 2,9%)
Auflagedatum: 26. Januar 1989

Der Carmignac Sécurité Fonds wurde vor mehr als 27 Jahren aufgelegt und hat sich seitdem zum erfolgreichen Klassiker im Bereich der Euro-denominierten Anleihen mit kurzer Laufzeit entwickelt. Diesen Status erlangte er vor allem mit einer Wertsteigerung, die über zehn Jahre bis Ende September 37,6% beträgt – mehr als das Zweifache des Sektordurchschnitts von 18,3%. Allerdings erreichte er diesen Wert mit einer hohen Standardabweichung von 1,8. Daher landet er in der Wertung für Standardabweichung auch nur auf dem 42. Platz von 49 Fonds in diesem Sektor.

Insbesondere dieses Jahr erreichte der ohnehin erfolgreiche Fondsmanager Keith Ney eine starke Performance und steigerte sein Citywire-Rating von A im Juni auf AA im Juli bis zu einem AAA im August und September. Diese starke Leistung zog zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich und zog zugleich Zuflüsse an. Im Oktober wurde Neys Rating allerdings wieder auf AA gesenkt.

Diese insgesamt äußerst erfolgreiche Bilanz erzielte Ney mit einem Portfolio, das Ende September zu knapp 55% in festverzinsliche Unternehmensanleihen, zu knapp 28% in Staatsanleihen und zu 6% in variabel verzinsliche Unternehmensanleihen investierte. Insgesamt konzentrierte er sich dabei auf den Finanzsektor (54%) und Nicht-Basiskonsumgüter (14%), gefolgt vom Gesundheitswesen (7%) und Energie (6%). Das durchschnittliche Rating der Anleihen beträgt derzeit BBB+.

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3. Zuflüsse in Höhe von: €1,5 Milliarden

Fonds: AB FCP I-American Income Portfolio A USD
Fondsmanager: Paul DeNoon, Gershon Distenfeld und Douglas Peebles
Volumen: €9,8 Milliarden
Dreijährige Performance bis 30.9.: 37,2% (Sektordurchschnitt Obligation US DOllar: 19,7%)
Auflagedatum: 1. Juli 1993

Der American Income Portfolio-Fonds von Alliance Bernstein wird verwaltete von dem Veteranen-Trio aus Paul DeNoon Gershon Distenfeld und Douglas Peebles, die in der Summe 70 Jahre Erfahrung im Portfolio-Management aufweisen. Diese Erfahrung zahlte sich insbesondere seit Sommer 2014 aus, als sich der Fonds klar von der Benchmark absetzte. Eine zweite Stärkephase legte der Fonds seit diesem März hin, als er erneut den Abstand zur Benchmark deutlich vergrößerte. Beide Signale zogen Anleger an, die im dritten Quartal €1,5 Milliarden netto in den Fonds investierten.

Die geografisch wichtigste Position des Fonds sind US-Anleihen (81%), gefolgt von Papieren aus Brasilien (3%) und Großbritannien sowie Frankreich (je 1%). Während Staatsanleihen dabei knapp ein Drittel ausmachen, besteht das Portfolio zu gut einem Viertel aus Hochzinsanleihen und zu jeweils 10% aus CMOs und Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern.

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2. Zuflüsse in Höhe von: €3,8 Milliarden

Fonds: Pimco GIS Income E USD Acc
Fondsmanager: Daniel Ivascyn und Alfred Murata
Volumen: €17,6 Milliarden
Dreijährige Performance bis 30.9.: 15,1% (Sektordurchschnitt Weltweit: 11,7%)

Der Pimco GIS Income-Fonds hat bislang ein insgesamt erfolgreiches Jahr. Zwar schwächelte die Performance Anfang des Jahres kurz, als der Fonds Wertverluste hinnehmen musste, während der durchschnittliche Fondsmanager des Sektors weltweiter Anleihen leicht an Wert zulegen konnte. Doch seit März starteten die beiden Fondsmanager, der von Citywire mit einem A-Rating versehene Daniel Ivascyn und der mit + geratete Alfred Murata, ein starkes Comeback: Sie setzten sich deutlich vom durchschnittlichen Fondsmanager des Sektors ab.

Diese Performance wurde belohnt mit Zuflüssen: €0,7 Milliarden im ersten Quartal, €1,8 Milliarden im zweiten und €3,8 Milliarden im dritten Quartal. Damit hat der Fonds nur vier Jahre nach seiner Auflegung eine Größe von €17,6 Milliarden erreicht. Geografische setzen die beiden Fondsmanager vor allem auf festverzinsliche Papiere aus den USA (65%), Australien (21%) und Mexiko (8%). Die am stärksten vertretenen Branchen in dem Portfolio sind Banken (11%), Öl (3%) und Stromversorger (2%).

Bei Pimco heißt es, die jüngsten hohen Zuflüsse erklärten sich mit der starken Nachfrage nach flexiblen und global diversifizierten Anleihe-Strategien, die auch in Zeiten von sinkenden oder gar negativen Yields in lokalen europäischen Märkten konstante Einnahmen und Wertstabilität bieten.

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1. Zuflüsse in Höhe von: €5,0 Milliarden

Fonds: Nordea 1 - Stable Return BP EUR
Fondsmanager: Asbjørn Trolle Hansen , Claus Vorm und Kurt Kongsted
Volumen: €19,5 Milliarden
Dreijährige Performance bis 30. September: 22,4% (Sektordurchschnitt Ebsolute Return EUR: 8,9%)
Auflagedatum: 2. November 2005

Der Nordea Stable Return ist in vielen Belangen der Gewinner der vergangenen Monate. Zum einen erzielte der Fonds über die vergangenen drei Jahre eine Wertsteigerung von 22,4% - fast das dreifache des Sektordurchschnitts von 8,9% und damit die drittbeste Platzierung unter allen 42 Fonds des Sektors. Zudem sammelte der Fonds so erfolgreich Geld ein, dass allein im dritten Quartal €5 Milliarden an neuen Mitteln zuflossen und Nordea ein Soft Closing für den Fonds ausrufen musste.

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