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Münchner Vermögensverwalter fusionieren Fonds und senken Kosten

Münchner Vermögensverwalter fusionieren Fonds und senken Kosten

Zum Anfang März dieses Jahres haben die beiden Münchner Vermögensverwalter Pegasos Capital und Schleber Finanz-Consult die Verschmelzung zweier vermögensverwaltenden Fonds vollzogen. Der bereits seit gut eineinhalb Jahren andauernde Prozess sei nun abgeschlossen.

Axel Daffner, Geschäftsführer bei Pegasos Capital, und Christoph Hembacher, Geschäftsführer bei Schleber Finanz-Consult, kennen sich bereits seit über zehn Jahren. „Der Markt unabhängiger Vermögensverwalter ist stark fragmentiert und viele Anbieter verwalten ihre eigenen kleinen Fonds – damit stehen sie im Grunde oft als Einzelkämpfer da“, erklärt Daffner die Situation im Markt.

Der bisherige SFC Global Markets Fonds und der Pegasos - Balanced Multi-Asset Fund sind nun zum Pegasos - SFC Global Markets verschmolzen. „Beide Fonds haben hinsichtlich der Inhalte und der Investmentphilosophie sehr gut zueinander gepasst und es gab durchaus eine Reihe von Übereinstimmungen im Vorfeld“, so Daffner im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Aufgrund der Fondsverschmelzung ergeben sich für bestehende Kunden, als auch für Neukunden Kostenvorteile, da sich die Total Expense Ratio (TER) reduziere. „Kleine Fonds sind in der Regel eher teuer“, so Daffner.

Zusammenführung der Kernkompetenzen

Im neuen Fonds haben die beiden Vermögensverwaltungen ihre Kernkompetenzen zusammengeführt. Die strategische Asset Allokation mitsamt der monatlichen Quoten-Anpassung liegt hauptsächlich bei SFC. Die dem Fonds zugrundeliegende Produktauswahl hingegen vollzieht Pegasos Capital.

So soll in der Zukunft eine monatliche Anpassung des Portfolios passieren, mit einer prozyklischen Ausrichtung im Jahresverlauf und einer antizyklischen Positionierung am Ende des Jahres. Zu Beginn eines jeden Jahres werde die Allokation immer bei 50:50 Aktien und Renten liegen, wobei die Aktien aus einem globalen Universum stammen, also den USA, Europa, Japan und den Emerging Markets. „Die Allokation agiert ohne Prognosen, aber regelbasiert beziehungsweise rückwärtsgerichtet“, betont Hembacher.

Der Fonds profitiere insbesondere von einem stabilen Trend in einem Markt, also auf Aktien- oder Anleiheseite. „Die Renditeverteilung des Portfolios ist asymmetrisch und rechtsschief, im Gegensatz zu einer Constant-Mix Strategie - die Wahrscheinlichkeit von Verlusten wird deutlich reduziert“, so Hembacher.

Konsolidierung geht auch anders

Bisher haben die Kunden auf beiden Seiten insgesamt positiv auf die Verschmelzung reagiert. „Die Resonanz war doch hauptsächlich freudig, da auch die Kostenstruktur verbessert wurde und wir nun Skaleneffekte nutzen können“, so Daffner. Auch die Managementqualität habe sich durch die doppelte Kompetenz verbessert. „Wir freuen uns über die hinzugewonnene strategische Asset Allocation durch SFC“, äußert sich Daffner weiter. Auch seien beide Unternehmen offen für weitere Fondsverschmelzungen.

Das untypische Duo wolle mit der Kooperation zudem auch ein Signal am Markt setzen. Man könne als Vermögensverwalter auch sinnvoll zusammenarbeiten ohne den eigenen Namen zu verlieren. „Konsolidierung muss nicht immer bedeuten, dass eine klassische Übernahme stattfindet – es gibt andere Möglichkeiten um als Vermögensverwalter gemeinsam im Werben um die Kunden zu bestehen“, meint auch Hembacher.

Die Fonds von unabhängigen Vermögensverwaltern bräuchten ganz einfach mehr Volumen, um die Bekanntheit zu verbessern - auch das sei ein weiterer Grund für die Verschmelzung. Aktuell umfasst der Pegasos - SFC Global Markets ein Volumen von rund €30 Millionen.

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