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Nach MiFID II: Unabhängige Plattform will von Paradigmenwechsel im Research profitieren

Nach MiFID II: Unabhängige Plattform will von Paradigmenwechsel im Research profitieren

Tim Brünjes, Managing Director bei der Researchplattform Smartkarma, sieht wegen der regulatorischen Veränderungen unter MiFID II einen Paradigmenwechsel beim Research. Bei diesem werde neben den Kosten auch wieder die Qualität intensiver auf den Prüfstand kommen. Smartkarma biete hierbei Lösungen für Analysten und Asset Manager und drängt auf den europäischen Markt.

„Research wird nicht mehr verkauft, sondern bedarfsgebunden gekauft, was auch gut für die Branche ist“, so Brünjes im Gespräch mit Citywire Deutschland. Das Kostenthema werde mit MiFID II noch interessanter, denn fast alle Asset Manager hätten sich entschieden diese selbst zu tragen. Auch in der Vermögensverwaltungs-Branche wird das Thema externes Research stark diskutiert.

Einschränkungen aus Kostengründen

Erstmals in der Geschichte der Industrie setzten sich Akteure so bewusst mit dem Thema Research-Kosten und der Unabhängigkeit der Analysen auseinander. „Was kostet es, was ist es wert und wie unabhängig beziehungsweise vertrauenswürdig ist es?“

Es fände zur Zeit eine Verdichtung statt, indem Anbieterlisten rigoros zusammengestrichen werden. Das Geschäftsmodell von Smartkarma ziele auf ein Vakuum, das hierbei entstehe. 

„Traditionelles sell-side Research darf oder kann in vielen Fällen wie beispielsweise bei M&A-Transaktionen oder europäischen Small- und Midcaps nicht publizieren oder schränkt die Coverage aus Kostengründen ein. Auf unserer Plattform entsteht ein Angebot, das genau dieses Vakuum füllt“, sagt Brünjes.

Möglichkeiten für selbsständige Analysten

Analysten, die aufgrund der Kürzungen in der Branche bald ohne Job dastehen würden, biete Smartkarma die Möglichkeit ohne Corporate-Agenda ihr Wissen außerhalb einer Bank selbstständig anzubieten und frei ihre Themen zu wählen.

„Dies trägt dazu bei, dass letztendlich hochdifferenziertes Research entsprechend den konkreten Bedürfnissen der Endkunden in die Anlageentscheidungen einfließt.“

Kostenvorteile für Asset Manager

Über 400 Analysten von bekannten Research-Boutiquen bis hin zu Einzelpersonen bieten ihre Analysen global auf der Plattform an. Die Analysten suchen ein Team nach strengen Qualitätskriterien wie zum Beispiel langjähriger Erfahrung oder bestehendem Renommee aus. 

Für Asset Manager oder Vermögensverwalter biete die Plattform zwei Vorteile: Zum einen müssten sie Analyse-Expertise nicht über Festanstellungen gewährleisten und zum anderen erhielten sie unabhängiges Research, das nicht von Interessenkonflikten belastet sei.

„Als aktiver Spieler in der Finanzwelt bringen wir somit Produzenten und Konsumenten von qualitativem Research zusammen. Was auf dem asiatischen Markt seht gut funktioniert, wollen wir nun mit unseren Büros in Frankfurt und London verstärkt auf dem europäischen Markt ausrollen“, so Brünjes.

Smartkarmas zehn größten Kunden, bei insgesamt über 160, verwalten nach Angaben des Unternehmens ein Vermögen von rund €11 Billionen.

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