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Neues Fidecum-Duo setzt trotz Terror auf Tourismus

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Neues Fidecum-Duo setzt trotz Terror auf Tourismus

Nach ihrem Wechsel Anfang Januar vom Finanzunternehmen MainFirst zu der von Hans-Peter Schupp gegründeten Fonds-Boutique Fidecum erläutern die beiden Fondsmanager Anko Beldsnijder (Foto) und Richard Burkhardt erstmals bei Citywire Deutschland ihre Investment-Pläne.

So setzen sie in ihrem €20,6 Millionen großen Fidecum Avant-Garde Stock-Fonds künftig auf den Tourismus-Sektor und auf europäische Dienstleistungen für Verbraucher.

„Dort haben wir ein Sektor-Übergewicht von 12% gegenüber der Benchmark. In den Untersektoren Medien, Verkauf und Tourismus haben wir jeweils ein Übergewicht von 3 bis 6%“, sagt Beldsneijder, der ebenso wie Burkhardt bei Citywire mit einem AA-Rating ausgezeichnet ist.

Der Schmuck-Verkäufer Pandora, mit einem Übergewicht von 5%, und die Fluggesellschaft Ryanair, mit einem Übergewicht von 2,8% zur Benchmark, gehören zu den zwei größten Positionen des Fonds. Fluggesellschaften wie Ryanair würden vom niedrigen Ölpreis ebenso wie von strukturellen Trends profitieren.

Die Reaktion auf Terror-Gefahren

Aus den jüngsten Anschlägen auf Touristen in verschiedenen Urlaubs-Ländern haben Beldsneijder und Burkhardt ebenfalls ihre Konsequenzen gezogen: So bauten sie die Position beim größten Kreuzfahrtunternehmen der Welt, Carnival Corporation komplett ab. „Dort haben wir die Sorge, dass ein möglicher Terroranschlag auf ein Kreuzfahrtschiff den gesamten Sektor stark treffen würde“, so Beldsnijder.

Generell wählen Beldsnijder und Burkhardt ihre Titel nach einem Bottom-Up-Ansatz. „Wir suchen in unserem Quality-Growth-Ansatz nach Aktien, die ein großes Wachstumspotential haben“, so Beldsnijder, der auch für ausgewählte Finanzdienstleister und Versicherer positiv gestimmt ist.

Mit einer Gewichtung von 5% ist der niederländische Finanzdienstleister NN Group eine der größten Positonen des Fonds. „Dort sind wir aus unterschiedlichen unternehmensspezifischen Gründen investiert“, so Beldsneijder. Im Finanz-Sektor sind die beiden Fondsmanager aktuell mit 9% investiert, einem Übergewicht von 2,8% zur Benchmark.

Skepsis gegenüber Öl- und Gastiteln

Überhaupt nicht investiert sind Beldsneijder und Burkhardt in Öl- und Gastitel. Das bedeutet zum einen ein Untergewicht von 5,2% und zum anderen eine starke Performance im vergangenen Jahr.

„Unsere Performance wurde nicht unbedingt durch unsere Titel getrieben, die wir im Portfolio haben, sondern dadurch, was wir vermieden haben. Wir sind sehr skeptisch gegenüber Öl- und Gastiteln“, sagt der Fondsmanager, der auf Einzeltitel setzt, die sich in einem Umfeld von geringem Wirtschaftswachstum positiv entwickeln.

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