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Öl-Experten rechnen erst Ende 2016 mit einer Preissteigerung

Öl-Experten rechnen erst Ende 2016 mit einer Preissteigerung

Ein schwacher Start ins neue Jahr für Ölpreise. Nach einem kurzen Preisschub sind sie auf den niedrigsten Stand seit 2004 gefallen. Experten gehen davon aus, dass erst Ende des Jahres mit einem richtigen Aufschwung zu rechnen ist.

In einem Ausblick des globalen Energie-Teams von Guinness Asset Management wird davon ausgegangen, dass der Ölpreis die kommenden Monate noch weiter nach unten gehen könnte. "Wir glauben, dass der Ölpreis auch im Jahr 2016 für mehrere Monate volatil bleiben wird - so lange, wie der Markt ein Überangebot hat. Sobald sich der Markt normalisiert, erwarten wir einen Ölpreis von $70 und mehr pro Barrel", schreibt das Energie-Team.

Ähnlich schätzt die Saxo-Bank die Entwicklung ein. Nachdem der Ölpreis aufgrund der politischen Auseinandersetzung zwischen Iran und Saudi-Arabien kurzfristig gestiegen ist, ist er seit Jahresanfang auf unter $33 pro Barrel gefallen. „Der davon ausgehende Preisschub hielt weniger als vierundzwanzig Stunden. Was folgte, war ein empfindlicher Ausverkauf“, beschreibt Ole Hansen, Rohstoffanalyst bei der Saxo Bank.

Die anhaltende globale Überproduktion übe zusätzlich Druck auf den Sektor aus. „Es ist davon auszugehen, dass dies im aktuellen Quartal noch zunehmen wird. Erst gegen Ende des Jahres ist mit einer Besserung zu rechnen“, sagt Hansen abschließend.

Angebot und Nachfrage werden sich annähern

Schwächere Wirtschaftszahlen aus China haben die Furcht vor einer schwächelnden Nachfrage nach dem schwarzen Gold befeuert. Dennoch gebe es einige positive Zeichen dafür, dass sich der Ölpreis normalisieren und ansteigen werde, so das Energie-Team von Guinness. "Der Ölbedarf stieg im Jahr 2015 stetig und wird auch 2016 weiter wachsen. Hingegen erreichte die US-Produktion von Öl im April 2015 ihren Höhepunkt. Seit dem nimmt die Abnahme schneller zu", heißt es.

In die gleiche Kerbe schlug Anfang Dezember bereits Jonathan Waghorn, Energie-Fondsmanager bei Guinness Asset Management in London, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) würden hingegen zwar nicht ihre Produktionen senken, sie reduzieren aber neue Investitionen. "Bei einem Ölpreis von unter $70 pro Barrel lohnen sich weitere Investitionen einfach nicht", so das Energie-Team von Guinness Angebot und Nachfrage werden sich also deswegen im laufenden Jahr wieder annähern und der Ölpreis deswegen wieder steigen.

Ölpreis könnte zuvor nochmal stark fallen

Anfang Dezember gaben die OPEC-Länder bekannt, ihre Fördermenge nicht zu drosseln. Damit bleibt ihre Taktik, den Ölpreis zu drücken und somit amerikanische Ölförderer aus dem Markt zu drängen, intakt. Aber für wie lange noch?

"Wir glauben, dass auf längere Sicht Saudi-Arabien einen 'guten' Ölpreis erreichen will, um sein Haushaltsdefizit von rund $100 Milliarden abzubauen."

Ein ähnliches Bild beschreibt Stefan Böttcher in einem Interview mit Citywire. Er habe aufgrund des niedrigen Ölpreises seine Investition in Saudi-Arabien im Charlemagne Magna New Frontiers-Fonds auf 1% reduziert. „Mit einem Ölpreis von $35 hat die Regierung viel weniger auszugeben“, so der Fondsmanager, der beispielsweise eine Firma mit Fokus auf Bildung verkauft hat. Das Land  müsste sich nach dem Preisverfall womöglich mit einem geschrumpften Haushalt befassen.

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