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Peter E. Huber: „Jeden stärkeren Rückschlag zu einer Aufstockung der Aktienquote nutzen“

Peter E. Huber: „Jeden stärkeren Rückschlag zu einer Aufstockung der Aktienquote nutzen“

Die erste Warnungen vor einer drohenden Rezession begründen sich laut Peter E. Huber, Vorstand und Lead Portfoliomanager bei StarCapital, nicht durch Zölle oder andere Sanktionen, sondern durch die tiefe Verunsicherung der Investoren. Dies wiederum veranlasse immer mehr Unternehmen zu einem vorsichtigeren Ausblick.

Ein Wirtschaftskrieg kenne keine Gewinner; dennoch isz Huber überzeugt, dass Anleger jeden stärkeren Rückschlag nutzen sollten, um die Aktienquoten aufzustocken. „Das Vertrauen, das hier kaputt gemacht wird, kann so schnell nicht wiederhergestellt werden“, so Huber in seinem aktuellen Marktausblick.

Die stabile Entwicklung der Börsen entgegen der Erwartungen der Anleger begründe sich laut Huber vielfältig: Zum einen seien die Zinsen in Europa und Asien immer noch in der Nähe historischer Rekordtiefs und die Notenbanken tun sich schwer, von ihrer ultralockeren Geldpolitik abzurücken. Zum anderen seien viele Aktien extrem niedrig bewertet mit einem Kurs/Buchwert von um die 1 und einem Kurs/Gewinn-Verhältnis um die 10. „Solche Bewertungskennzahlen lassen auf mittlere Sicht ein erhebliches Aufwärtspotential erwarten.“ Gleichzeitig befänden sich hohe Summen an Liquidität an der Seitenlinie und es gebe keine ernst zu nehmende Alternative zu Unternehmensanteilen.

Bewertungen und Überregulierung

Herausfordernd sei für Huber auch, dass der synchronen Entwicklung
der Weltwirtschaft infolge der Globalisierung eine asynchrone
Börsenentwicklung gegenüberstehe. „Während der hoch bewertete amerikanische S&P 500-Index von einem historischen Rekordstand zum nächsten eilt, dümpelt der EURO STOXX 50 bei 3400 Punkten herum, nach einem Hochpunkt von über 5500 Punkten im Jahr 2000“, betont Huber, der aktuell bei Citywire mit einem A-Rating bewertet ist.

Ein Grund sei durchaus auch die Überbewertung der US-Aktien und gleichzeitig die Unterbewertung europäischer Aktien. Dies biete antizyklische Kaufchancen gerade bei den unbeliebten hiesigen Branchenvertretern.

Andererseits könnten auch politische Gründe zutreffen: „In den USA werden wichtige Bereiche dereguliert, die Unternehmenssteuern immer mal wieder gesenkt sowie Subventionen und öffentliche Wohltaten beschnitten.“ In Europa hingegen greife die Politik zunehmend in das Wirtschaftsgeschehen ein.

„Bürger und Unternehmen werden durch immer höhere Steuern, Abgaben und Regulierungsvorschriften in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beschnitten; der Wohlfahrtsstaat und die Brüsseler Subventions- Bürokratie überwuchern die Marktwirtschaft“, zieht Huber sein Fazit - es sei höchste Zeit, dass sich etwas ändere; sonst geht Europa den Bach runter.

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