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Peter E. Huber sieht Chancen bei Aktien in Japan

Peter E. Huber sieht Chancen bei Aktien in Japan

Der Fondsmanager Peter E. Huber sieht bislang noch keine Zeichen für eine langfristige Zinswende in den USA. Der jüngste Zinsanstieg von 1% am US-Hypothekenmarkt gelte im langjährigen Rückblick nicht als ausreichend verlässliches Signal für solch eine Wende. Auch die Entwicklung europäischer Staatsanleihen liefere eine ähnliche Prognose.

„Das Investitions-Umfeld wird sich zunächst in ein Umfeld steigender Inflationserwartungen ändern“, betont Huber, der als Fondsmanager bei dem Vermögensverwalter Starcapital aus Oberursel arbeitet. Ergänzend zu seinen konservativen, bewertungsbasierten und oft antizyklischen Investitionsstrategien, richtet Huber seinen Blick derzeit mit Interesse nach Japan.

Frischer Wind in den Emerging Markets

Nach einigen Abflüssen ist er nun optimistisch für Schwellenländer. „Die Rückläufigkeit der Flows wandelt sich nun aber ins Positive und eröffnet den Rentenmärkten einen etwas unkonventionellen Nutzen.“ Vor allem in den lokalen Währungen bestünden Chancen auf hohe Renditen bei EM-Rentenfonds, verglichen mit Gewinnen aus EM-Aktienfonds.

Besonders am japanischen Markt erkenne man eine deutliche Steigerung der Unternehmensgewinne, vergleichsweise mehr als bei den Aktienkursen. „Die japanischen Unternehmen schwimmen in Liquidität. Durch ihre Ansammlung von großen Geldmengen haben sie nun Spielraum bei Investitionen, Ausschüttungen und Aktienrückkäufen“, hebt Huber hervor.

Der Stand der Ausschüttungen japanischer Unternehmen befinde sich derzeit auf dem Allzeit-Hoch und gehe einher mit intensiven Share-Buybacks. Eine Sicherung der Rente im Land könne auf diesem Wege elegant umgesetzt werden. Folglich nennt Huber die Asien Emerging Markets auch als Favoriten für mögliche Investitionen.

Euro-Dollar-Verhältnis 2017

Die wohl schwierigste Frage für das neue Jahr sei jedoch die nach dem Verhältnis zwischen Euro und Dollar. Die Zinsdifferenz nehme noch zu, da die EZB niedrige Zinsen anvisiert. Gleichzeitig steigen die Zinsen in den USA seit Trumps radikalen Anstößen.

Zusätzlich laste auf dem Dollar kein politisches Risiko wie es der Euro stemmen muss. Dennoch belaufe sich der Euro auf starke Leistungsbilanzüberschüsse, wohingegen der Dollar Leistungsüberschussdefizite verbuche.

US-Aktien-Untergewicht

Die zwei großen, von Huber verwalteten Fonds, der defensive StarCapital Winbonds plus Fonds und der dynamische StarCapital Huber Strategy 1 Fonds investieren bisher aber hauptsächlich mit den Fremdwährungspositionen in Dollar. Indessen hält er ein Untergewicht bei US-Aktien.

Beide Fonds konnten im vergangenen Jahr ihren jeweiligen Vergleichsindex übertreffen. Der Winbonds hat die Position der Staatsanleihen mit sinkenden Zinsen verringert und die Kasseposition erhöht. Mögliche Zukäufe sogenannter Fallen Angels ziehe Huber durchaus in Betracht.

Der Winbonds, belegt mit einem Wertzuwachs von 12,2% über das vergangene Jahr auf Euro-Basis den zweiten von 267 Plätzen im Citywire-Sektor für Gemischte Anlagen Defensiv. Der Strategy 1 erreichte im selben Zeitraum sogar einen Wertzuwachs von 19,6% und schafft es damit im Citywire-Sektor Gemischte Anlagen Flexibel auf Euro-Basis auf Rang neun von insgesamt 703 Rängen.

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