Peter Huber, Vorstand und Fondsmanager von StarCapital, sieht aktuell Chancen am Aktienmarkt und hält ein sogenannentes „Goldilocks“-Szenario, also ein Umfeld für weiter steigende Aktienkurse, für möglich.

„Wir gehen davon aus, dass Überraschungen eher nach oben zu erwarten sind. Die Kursindizes europäischer und japanischer Aktien beispielsweise laufen jetzt zum vierten Mal starke historische Widerstände an. Es würde uns nicht wundern, wenn diese in den nächsten Monaten überwunden werden und damit erhebliches neues Kurspotential freigesetzt wird“, schreibt Huber in seinem neuesten Marktausblick.

Huber prognostiziert, angelehnt an das Märchen von Goldlöckchen und den drei Bären, ein „Goldilocks“-Szenario bei dem der Bullenmarkt an den Aktienmärkten voranschreitet und die Bären außer Haus bleiben.

Drei Prämissen für ein „Goldilocks“-Szenario

Für Huber sind drei wesentliche Voraussetzungen für steigende Aktienkurse dezeit gegeben: ein günstiges monetäres Umfeld, ein leichtes Wirtschaftswachstum mit steigenden Unternehmensgewinnen und eine Verunsicherung bei den Anlegern.

Ersteres wäre erfüllt, da die Notenbanken in Japan und Europa ihre Bilanzen durch den Kauf von Staatsanleihen weiter aufblähen würden und die Zinsen weiterhin auf historischen Tiefstständen stehen.

Die zweite Voraussetzung wäre für Huber ebenfalls gegeben, denn er diagnostiziert ein weltweit mäßiges Wirtschaftswachstum, aber mit einem robusten konjunkturellen Rückenwind. Des Weiteren stiegen die Unternehmensgewinne, laut DZ Bank, der größten Unternehmen aus dem Stoxx 600 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 37%. 

Auch die derzeitige Verunsicherung der Anleger auf den Märkten ist für Huber durch Stimmungsindikatoren feststellbar. Hierbei erwähnt er eine aktuelle Studie aus dem Analysehaus Sentix, die zu folgendem Schluss kam: „Über alle globalen Aktienmärkte hinweg ist als große Gemeinsamkeit festzustellen, dass die Anleger die vorliegenden (positiven) Chartsignale reihenweise infrage stellen und keine Aufbruchstimmung aufkommt.“