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Peter Huber fordert EZB zum Kauf von Aktien im großen Stil auf

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Peter Huber fordert EZB zum Kauf von Aktien im großen Stil auf

Die Europäische Zentralbank soll ihre Negativzinspolitik sofort beenden und nicht in zinslose Anleihen investieren, sondern im großen Stil Aktien kaufen. Das fordert Peter Huber, Fondsmanager und Gründer von Starcapital, in seinem neuesten Marktkommentar.

„Die EZB hat sich in eine prekäre Sackgasse manövriert“, schreibt Huber. Aufgrund der Regulierungsmaßnahmen gab es für die Banken und Versicherungen kaum eine Alternative, als sich an der Staatsfinanzierung zu beteiligen. „Es ist fragwürdig, warum Staatsanleihen als risikolos eingestuft werden und kein Kapital zu hinterlegen ist.“

Als Folge hätten beispielsweise deutsche Versicherungen 80% ihrer Anlagen in Anleihen investiert. Die Deutschen haben laut Huber rund ein Drittel ihrer Ersparnisse den Versicherungen anvertraut. „Die EZB kann eine Zinswende also nur vorsichtig durchführen, um eine Katastrophe zu vermeiden“, schreibt Huber.

Denn, wenn die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen in den kommenden zwölf Monaten nur leicht um 2% steigen würde, ziehe das Kursverluste von 17% nach sich. „Ein Crash der Rentenmärkte wäre die Folge.“

Andere Länder setzen bereits auf Aktien

Andere Notenbanken investieren bereits in Aktien. Das laut Huber progressivste Konzept verfolgt die Schweizer Notenbank. „Sie druckt Geld und kauft damit ausländische Währungen, um den Franken stabil zu halten.“ Ein Teil davon wird in Aktien angelegt. So liege etwa der Bestand an US-Aktien bei €58,5 Milliarden. Insgesamt hat die Notenbank Aktien im Wert von €122,6 Milliarden erworben. „Ein einfacheres System der Vermögensbildung kennen wir nicht.“

Ein zweites Beispiel sei Japan. Die Bank of Japan hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren 38% aller Staatsschulden aufgekauft. Etwa aus den Pensionskassen, die somit Aktien kaufen konnten. Der norwegische Staatsfonds investiert seine gut €829,5 Milliarden zu 60% in Aktien und zu 40% in Anleihen und hat unlängst seine Aktienquote hochgefahren.

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