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PIMCOs Bosomworth bereitet Fonds auf steilere Zinskurve in den USA vor

PIMCOs Bosomworth bereitet Fonds auf steilere Zinskurve in den USA vor

Aufgrund fehlender Risikoprämien in den Anleihemärkten sowie schneller und stärker steigenden Zinsen in den USA stellt Andrew Bosomworth, Head of PIMCO Portfolio Management in Deutschland, die Fonds des Unternehmens konservativ und defensiv auf.

„Insgesamt fällt unser Ausblick für 2018 durchaus optimistisch aus, aber die Bewertungen sind momentan einfach nicht attraktiv genug“, so Bosomworth.

Das größte Risiko für die Anleihemärkte in diesem Jahr sieht Bosomworth bei der US-amerikanischen Geldpolitik. Die Ausweitung der Ausgaben im US-Haushalt würden kurzfristig sicherlich mehr Wachstum bieten. „Aber die höhere Verschuldung der USA könnte langfristig problematisch werden. Zudem könnte die nahezu Vollbeschäftigung und die damit einhergehenden steigenden Löhnen die Fed dazu zwingen, die Zinsen schneller und stärker anzupassen als derzeit eingepreist ist.“ 

Deswegen habe PIMCO seine Duration leicht untergewichtet um sich damit auf eine steilere Zinskurve in den USA vorzubereiten.

Italienische Staatsanleihen momentan attraktiv

Konkret sind die PIMCO-Fonds bei Unternehmens- und Hochzinsanleihen insgesamt weitgehend neutral gewichtet. Insgesamt wurde die Positionierung bei Unternehmensanleihen reduziert. „Derzeit ähneln die Daten den Jahren 2006/2007. Wenn einige Unternehmen in 2018 schlechte Nachrichten schreiben, könnte sich dies auf die Spreads auswirken. Dabei ähneln vor allem die FANG-Stocks den Werten der Dot-Com-Blase – zumindest von den Bewertungen.“

Deswegen sei man selektiver bei der Auswahl der Unternehmen geworden und meide schwächere Firmen. Zudem achte man auf eine gewisse Liquidität der Titel.

Relativ attraktiv seien momentan hingegen italienische Staatsanleihen. „Diese weisen große Unterschiede auf der kurzfristigen und langfristigen Zinskurve auf. Zudem bieten die Neuwahlen im laufenden Jahr Investment-Chancen“, erklärt Bosomworth.

 

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