Citywire - Für professionelle Investoren

Melden Sie sich an um unbeschränkten Zugriff zur Fondsmanager-Datenbank von Citywire zu bekommen. Die Anmeldung ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.

PIMCOs Mather sorgt für geringere Liquidität vor

PIMCOs Mather sorgt für geringere Liquidität vor

Durch die immensen Liquiditätspumpen der Zentralbanken und die damit verbundenen Rekord-Emissionen im Unternehmens-Sektor, läuft der Anleihemarkt auf Hochtouren. Allerdings würden Investoren außer acht lassen, dass die „unnatürliche“ Liquidität nicht ewig anhalten kann, so Scott Mather, CIO für US Core Strategies bei PIMCO und Fondsmanager des PIMCO Fonds.

„Es bedarf nur einer kleinen Veränderung, in der sich der Markt neu positionieren will – zum Beispiel aus Schwellenländern oder aus dem Unternehmens-Sektor raus – und schon hat man eine überdimensionale Bewegung. Das ist ein Risiko, wenn man nicht darauf vorbereitet ist, kann aber auch Opportunitäten mit sich bringen“, so Mather im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Mit diesen Aussagen ist Mather keineswegs alleine und nicht nur der Unternehmens-Sektor könnte im Falle knapper Liquidität unter Druck geraten. Robert Stheeman, Leiter des UK Debt Management Office, warnte jüngst davor, dass auch der Gilt-Markt unter nicht vorhandener Liquidität leiden könnte.

Zwar müsste eine wirkliche Liquiditäts-Krise durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst werden, durch das Investoren in einem großen Schub aus dem Anleihemarkt flüchten, doch die wahrscheinliche Leitzinserhöhung der Fed im Sommer sollte man nicht unterschätzen. Das weiß auch Scott Mather und empfiehlt Investoren, einen „Puffer“ im Portfolio einzubauen.

„Um sich auf ein Umfeld mit geringerer Liquidität vorzubereiten, sollte man seine Positionen im Portfolio genau analysieren und sichergehen, dass jede Position einen Puffer eingebaut hat, da wir glauben, dass dies ein Trend ist, der mehrere Jahre andauern wird“, so Mather.

Mexiko als Risikopuffer

Mathers Haltung gegenüber den Schwellenländern ist derzeit eher vorsichtig. Man müsse sehr spezifisch vorgehen, um einerseits wenig Risiko einzugehen und andererseits noch gleichzeitig noch Value zu finden.

Man solle beispielswiese bei chinesischen Emittenten aus dem Immobilienbereich vorsichtig agieren – hier kam es in der letzten Zeit schon zu vermehrten Zahlungsunfähigkeiten, und diese könnten zunehmen, meint Mather.

Eine positive Einstellung hat der Anleihespezialist wiederum gegenüber Mexiko, da der Wirtschaftszyklus des Landes dem Zyklus der US-Wirtschaft um sechs Monate bis zu einem Jahr hinterherhinke. Die Zentralbank Mexikos habe sich eher wie eine „altmodische“ Zentralbank der entwickelten Märkte verhalten, indem sie keine außergewöhnlichen Geldlockerungsmaßnahmen durchgeführt haben, um der Wirtschaft mehr Schwung zu verleihen, so Mather.

Im Kontext des extrem niedrigen Zinsumfelds in anderen Wirtschaften sei die Cash-Rate in Mexiko wiederum eher „normal“, fügt Mather hinzu. „Mexiko hat eine 3% Basis-Zinsrate und im zehnjährigen Bereich bekommt man bereits Zinsen in Höhe von 6,25%. Das ist damit die steilste Zinskurve weltweit und fängt in dem heutigen Kontext trotzdem auf einem attraktiven Level an“, so der Fondsmanager.

Lesen Sie das gesamte Interview mit Scott A. Mather in der nächsten Ausgabe unseres Citywire Deutschland Magazins.

Kommentar hinterlassen

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich um zu kommentieren. Die Registrierung ist kostenlos und wird nur ein bis zwei Minuten dauern.

Ähnliche Fondsmanager

Scott A. Mather
Scott A. Mather
16/37 in Anleihen - USD (Performance über 3 Jahre) Durchschnittliche Fondsperformance: 0,43%