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Research unter MiFID II: Verhandlungsspielraum bei Preisgestaltung bleibt

Research unter MiFID II: Verhandlungsspielraum bei Preisgestaltung bleibt

Laut einer aktuellen Studie der KPMG zur Entwicklung der Preismodelle von Research-Anbietern unter den Regelungen nach MiFID II/MiFIR, sei die Findungsphase der neuen Preisgestaltung weitestgehend abgeschlossen.

Die Untersuchungen zeigen, dass sich inzwischen klare Strukturen im Research-Markt abzeichnen - mit einem starken Fokus auf Erfüllung der regulatorischen Vorgaben und bestmöglicher Wahrung der Interessen der Research-Bezieher.

Hervorzuheben sei auch, dass es nach wie vor zu Preisanpassungen komme und dass zum Teil weiterhin Verhandlungsspielraum aufseiten der Research-Empfänger hinsichtlich der preislichen Ausgestaltung bestehe.

Im Rahmen der seit Januar umgesetzten Regulierung unter MiFID II sei es für Research-Anbieter von besonderer Bedeutung, ein Preismodell zu entwickeln, das die Anforderungen der Nutzer erfülle, wettbewerbsfähig gegenüber anderen Anbietern sei und gleichzeitig aufgrund von Ausstattungsmerkmalen den regulatorischen Anforderungen genüge.

Verschiedene Modelle, je nach Bedarf

Entsprechend ergebe sich die Unterscheidung verschiedener Modelle: Stufenpreismodelle, Pay-as-you-go-Preismodelle, nutzerbasierte Preismodelle und institutsbasierte Preismodelle.

Letztere, die institutsbasierten Preismodelle, gehören mit 39% zu den am häufigsten verwendeten Modellen am Markt. Diese stellen dem Nutzer die gesamte Research-Palette gegen eine Pauschalgebühr zur Verfügung. Es existiert keine keine Beschränkung der Nutzerzahl. Die untersuchten Angebote umfassen die Bereiche Makro, Fixed Income, Commodities und Aktien-Research. Je nach Angebot liegen die Preise bei etwa €10.000 bis €42.000.

Die nutzerbasierten Preismodelle werden von rund 14% der Anbieter umgesetzt. Hauptkriterium bei dieser Kategorie sei jedoch die Anzahl der Nutzer. Die Basisangebote sehen meist eine Mindestanzahl und eine Nutzerobergrenze vor. Das nutzerbasierte Modell schaffe eine gewisse Exklusivität durch die Begrenzung.

Nutzerbasierte Preismodelle weisen im Vergleich höhere Kosten bei einer größeren Abdeckung an Einzeltiteln gegenüber institutsbasierten Preismodellen auf. So seien diese Modelle aufgrund ihrer Eigenschaften auf kleinere Häsuer sowie spezialisierte Abteilungen in großen Unternehmen zugeschnitten, die regelmäßig Bedarf an Research haben.

Produktmix von Vorteil

Weitere 38% der Research-Anbieter nutzen Stufenpreismodelle. Hier unterscheidet man zwischen einem einfachen, dem erweiterten und einem Paket-Modell. Hierbei können sich preisliche Unterscheide durch hohe Spezialisierung des Anbieters sowie mit hohem Aufwand verbundene Events, Konfernzen und Meetings, ergeben.

Das Paekt-Modell bietet eine Vielzahl von nach Leistung differenzierte Pakete an, die seperat erworben werden können. Die ABgenzung erfolge anhand von Assetklassen - auch mit Teilpaketen. Die Preisspanne liege bei bereits wenigen hundert Euro bis zu €57.000 in der Spitze.

Für den Research-Nutzer empfehle sich laut der Studie meist ein Produktmix. Die Angebote der institutsbasierten Preismodelle bieten eine solide Grundlage, um auf planbare Weise Research zu beziehen. Die Grundversorgung könne bei Bedarf für spezialisierte Abteilungen im Unternehmen durch nutzerbasierte Modelle ergänzt werden.

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