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Rotes Kreuz startet „Humanitarian Impact Bond“

Rotes Kreuz startet „Humanitarian Impact Bond“

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten „Humanitarian Impact Bond“ entwickelt. Das Ziel der Mittelfinanzierung sei eine Wende in der Finanzierung lebenswichtiger Dienste für Menschen mit Behinderungen in von Konflikten betroffenen Ländern herbeizuführen.

Der rechtliche Name laute „Programm für humanitäre Wirkungsinvestition“ und das Konzept sei kein Bond im klassischen Sinne (eine öffentliche Schuldverschreibung), sondern vielmehr eine private Geldanlage.

Die „Outcome Funder“ (die Regierungen Belgiens, der Schweiz, Italiens, des Vereinigten Königreiches und die Stiftung Fundació la Caixa) zahlen, wenn das Projekt erfolgreich ist. Nach fünf Jahren werde der IKRK entsprechend der erzielten Ergebnisse von den oben Genannten die Beträge erhalten, um die Rückzahlungen bei den sozialen Investoren leisten zu können. Unter Umständen sogar mit zusätzlicher Rendite.

Zu den laufenden Verpflichtungen im Rahmen der Corporate Support Group des IKRK steuere die Mitträgerin, die Bank Lombard Odier, ihr Fachwissen bei, um das Projekt zu erarbeiten und zu vermarkten.

„Menschen in Not besser unterstützen“

Aufgrund von Erstüberweisungen durch „soziale Investoren“ wie etwa der New Re, Teil der Munich Re-Gruppe, und anderen, die von der Mitträgerin des Projekts, der Bank Lombard Odier, ermittelt wurden, kann das IKRK den Betrieb der einzelnen Rehabilitationszentren gewährleisten und so sein Programm für physische Rehabilitation erweitern.

„Dieses Finanzierungsinstrument ist ein radikaler, innovativer, aber gleichzeitig logischer Schritt für das IKRK. Es ist eine Chance, nicht nur das bestehende Modell der humanitären Einsätze zu modernisieren, sondern auch ein neues Wirtschaftsmodell zu testen, das darauf abzielt, Menschen in Not besser zu unterstützen“, so Peter Maurer, Präsident des IKRK.

Durch den Bond des IKRK entstehe ein Ergebniswert von über umgerechnet €22,5 Millionen, die in drei Zentren für physische Rehabilitation in Afrika fließen.

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